Der Fisch stinkt vom Kopf

Shownotes

Reklamationen häufen sich, Korrekturschleifen nehmen kein Ende, aber liegt das wirklich an den Mitarbeitern? Jörg und Sebastian sind sich in dieser Folge überraschend einig: In den allermeisten Fällen ist es ein Führungsproblem, nicht ein Personalproblem. Sie sprechen über das New-Work-Märchen vom selbstverwirklichten Mitarbeiter, warum klare Stellenbeschreibungen und Leitplanken kreative Freiheit erst möglich machen, und warum "das haben wir schon immer so gemacht" der Tod jeder guten Idee ist. Außerdem: eine schmerzhafte Anekdote aus der eigenen Ausbildung ("Brauchen Sie gar nicht weitermachen, sieht scheiße aus"), warum Kritikfähigkeit in der Kreativbranche überlebenswichtig ist, und wieso man als Chef immer zuerst bei sich selbst nach der Verantwortung suchen sollte.

Jörg und Sebastian führen gemeinsam die Agentur Correlio in Attendorn. In Unbezahlte Überstunden reden sie über ihren Job und alles, was daran hängt: Projekte, die laufen, Projekte, die nicht laufen, Dinge, die sie begeistern, und Dinge, die sie ehrlich abfucken. Dazwischen Gäste, die etwas zu erzählen haben. Zwei Leute, die viel zu viel arbeiten und darüber reden.

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00:00:10: Und bezahlte Überstunden, der Corelio Podcast.

00:00:14: Die Kreativbranche versaut die besten – so auch Sebastian und mich!

00:00:19: Als Inhaber der Bitubi-Agentur Corelio sprechen wir mit alten Weggefährten, spannenden Macherinnen und Machern und über all das was für alternde Werbefuzzis wie uns interessant ist.

00:00:31: Garniert mit einer Prise Jungbummerhaftigkeit Jetzt guckt der Mitarbeiter gerade und dann... Okay.

00:00:48: Das ist klar!

00:00:49: So, wir machen mal wieder unbezahlte Überstunden Und ähm Heute geht es um ein Thema wo ich weiß dass wir nicht Einerwarnung sind.

00:01:02: Ja zum Beispiel das wir um fünfzehn uhr dreißig Unbezahlten über Stunden machen.

00:01:09: Also die Leute sehen mich Wann wird das aufnehmen?

00:01:14: Aber es ist jetzt fünftsohn und neununddreißig.

00:01:16: Der Podcast heißt halt so?

00:01:19: Ja, natürlich an einem Sonntag.

00:01:20: Äh...ja

00:01:24: ja!

00:01:25: Natürlich.

00:01:27: Veröffentlichen wir nur das Ding am Freitag.

00:01:31: Wir nehmen das jetzt nächsten Sonntagnemen was auf.

00:01:35: Sollen wir noch kurz über Champions League in Dortmund sprechen oder gehen wir direkt auf interessante Themen die Leute interessieren?

00:01:45: Ne war gut.

00:01:49: Ich habe ja aktuell ein leichtes Schulterproblem, wie du weißt.

00:01:55: Kannst du mich mit spielen?

00:01:56: Mach regelmäßig Physio weil ich einfach alt bin.

00:02:03: Ich habe einen Atroseproblem mit der Schulter ist auch egal und ich war dann auf der Südtribüne im Block Champions League Spiel gegen Villarreal und das war ganz schön anstrengend für meine Schulter muss ich sagen.

00:02:23: Aber gut, das ist ein anderes Thema interessiert sowieso kein.

00:02:30: was interessiert denn andere?

00:02:33: Was andere auf jeden Fall interessiert ist die Frage und da würde ich heute gerne wirklich mal so ein bisschen als Detail gehen Wenn Dinge jetzt im Unternehmen schieflaufen sagen wir mal, wir haben viele reklamation und dann Müsste man sich eigentlich mal die frage stellen Ab wann ist das jetzt ein problem Was wir beim mitarbeiter suchen ab wann?

00:03:05: es ist ein fliegungsproblem?

00:03:07: weil also wer momentan zum beispiel so einen fall wo es einfach darum geht dass wir bei bestimmten Dingen, die wir machen sehr viele Korrekturschlafen haben zum Beispiel.

00:03:20: Und da könnte man sich ja jetzt fragen okay Briefing vom Kunden ist scheiße so sprichst mit dem Kunden und merkt es dann.

00:03:28: ich könnte mich auf das Briefing was er jetzt gibt es halt jetzt am Anfang vielleicht nicht optimal aber da können wir uns darauf einstellen.

00:03:34: das heißt wenn wir wissen wie die gegebenheiten sind dann fragen wir einfach nach zb führen wir dann den Rebriefing ein und sprechen dann mit dem Kunden über seine Aufgabenstellung.

00:03:45: Also hätten wir das Problem erledigt, macht man trotzdem geht die Reklamation.

00:03:50: also gehen diese Reklamationen so weiter also bleiben halt hoch.

00:03:54: Und da ist halt die Frage macht der Mitarbeiter auch denn nur Scheiße?

00:03:58: Ist dann aber ein Mitarbeiter der sonst halt eigentlich immer liefert, der ja auch immer sehr genau ist jetzt mal fiktiv für diesen Fall Dann fängt es halt irgendwann an, wo ich mich dann frage sind die Bedingungen unter denen die Leute dann halt arbeiten in so einem System vielleicht Schuld daran dass wir So eine hohe Reklamationsquote haben oder das die Korrekturen vom Kunden halt immer so überhand nehmen oder sehr ausladen sind?

00:04:31: Und ich glaube tatsächlich aus so der Erfahrungen, die ich gemacht habe jetzt nicht nur in meiner eigenen Agentur sondern auch bei ganz vielen Kunden ob das Maschinenbau ist oder was der Geier ist.

00:04:44: Es ist meistens ein Führungsproblem und Führungsproblem ist ja nicht nur der Geschäftsführer hier von HCMann-Agentur Sondern dass es dann vor allen Dingen auch ein Problem vom unteren und mittleren Management Die ihre Jobs falsch verstehen.

00:05:01: Weil Führung heißt nicht du bist jetzt derjenige, der die ganze Zeit die Leute anschreit und die ganze zeit sagt wohin geritten wird.

00:05:10: Sondern bis vor allen Dingen derjenigen um es jetzt mal so im Scrum Duktus zu sagen du ist derjenig die Hürden wegräumt und du bist dafür da dass die leute den Job machen können.

00:05:22: Und das eine interessante Frage weil ich weiß da sind wir jetzt nicht völlig Verschiedener Meinung, aber da gehen die Meinungen von dir und mir was so.

00:05:30: Die Verantwortung von Mitarbeitern in uns betrifft manchmal ein bisschen auseinander

00:05:36: weiß ich gar nicht ob das so ist.

00:05:39: Wenn es nicht ist dann sollten wir das jetzt so machen als wird der podcast mich spannend genug.

00:05:48: Ja gut dann hau mal raus dann kann ich mal gucken ob ich da einer meinung bin.

00:05:55: Ich kann ja immer noch aus meiner Perspektive reden und aus der Erfahrung, die ich so gemacht habe.

00:05:59: Und generell denke ich einfach gerade in vielen Agenturen... Die Leute sind in der Regel sehr freiheitsliebend und kriegen sofort Pickel in irgendwie Prozesse.

00:06:12: Das war damals mal das Thema Zeitbuchung, da kriegen wir alles schon direkt Pickel im Gesicht.

00:06:17: Immer wenn es irgendwie um Struktur geht, hat man so das Gefühl kriegen die Leute in Agenturen Pickling Gesicht.

00:06:22: Wir alle erfolgreichen Agenturen an.

00:06:25: Die sind alle durchorganisiert und Das merk ich halt bei uns auch immer wenn wir sehr gut organisiert sind.

00:06:33: in Arbeitsteilen funktioniert das sehr sehr gut Und die leute haben klare Vorgaben die wissen was zu tun ist und Es läuft halt sehr gut.

00:06:42: immer dann Wenn wir das mal nicht machen in Projekten oder auch in verschiedenen Tasks dann ist der Aufwand viel größer und das was rauskommt meistens beschissener für den Aufwand, den es gebraucht hat.

00:06:55: Das liegt nicht an den Mitarbeitern weil die Mitarbeiter sind dieselben so Die Performen auf der einen Seite total geil und auf der anderen Seite nicht gut.

00:07:04: Und was sich ändert ist die Vorgehensweise desjenigen der das Projekt leitet So und dass das für mich dann immer ein Indiz.

00:07:15: gerade jetzt bei Agenturen musst du versuchen und die Mitarbeiter mitnehmen.

00:07:22: Und sie davon überzeugen, dass es richtig ist vernünftige Prozesse zu haben an denen Sie sich halt entlang hängen können.

00:07:29: weil diese Märchen vom absoluten Mitarbeiter der alles selber entscheiden kann, der immer eigenverantwortlich handelt und alles sieht das ist Quatsch!

00:07:41: Weil am Ende des Tages nicht seine Firma wird dafür bezahlt um Zeit gegen Geld zu tauschen.

00:07:45: Das ist halt die Wahrheit.

00:07:47: Ja, das will man

00:07:48: ja auch hecken.

00:07:50: Aber nicht komplett ne?

00:07:53: Also es gibt sicherlich Leute die mal hier und da eine Entscheidung treffen sollten wo wir sagen würden bitte gerne Es gibt natürlich auch Bereiche wo bestimmte Personen halt keine Entscheidungen zu treffen haben.

00:08:12: aber dass ist ja auch richtig.

00:08:14: dafür haben sie ja ihre Positionen.

00:08:21: Dahingehend kann man den Leuten nur Sicherheit geben, indem man ihnen sagt was ist dein Job bei uns?

00:08:27: Also stichwort Stellenbeschreibung.

00:08:31: Was hast du bei uns zu tun?

00:08:32: und wenn er das weiß in dem Rahmen kann er und darf ja auch Entscheidungen treffen.

00:08:43: Er muss also würde ich sogar so weit gehen dass man schon sagen muss die Entscheidung treffen

00:08:50: Ja, genau.

00:08:51: Also es macht er ja auch jeden Tag oder sie immer weil Entscheidungen heißt jetzt nicht nur ich muss jetzt irgendwie zweitausend Euro ausgeben Entscheidung heißt der auch letztlich jetzt die Schrift in Großbuchstaben oder in kleinen Buchstaben und die.

00:09:17: ich denke aber trotzdem dass durch die Moment, ich werde hier gerade angerufen.

00:09:23: Ich muss mir gerade jemanden wegdrücken.

00:09:26: Ich denke aber dass... Unweilig

00:09:28: wegdrückt!

00:09:30: Ne es war ja unser Projekt Hengst.

00:09:35: Ich würde sagen das du halt durch diese Stellenbeschreibung zum Beispiel halt auch klar machst wo ist gewünscht dass Du Entscheidungen triffst und wo halt eben nicht so.

00:09:47: Das ist, finde ich zum Beispiel eine Baustelle die wir persönlich auch haben.

00:09:53: Wo wir mal nachjustieren müssten ums den Leuten dann halt einfach zu machen die vielleicht nicht aus sich heraus also jetzt nicht so eine intrinsische Motivation haben irgendwie was im Unternehmen auf Grundlage ihrer Entscheidungen bewirken zu wollen.

00:10:16: Ja, muss man mal sagen, das ist aber absolut legend.

00:10:24: Man hatte früher als dieses New Work-Busword so rumgegen, hatte man immer das Gefühl wir brauchen halt in einer Firma von zehn Leuten mal zehn Admiräle die alle auf ihren Pferden dann in den Schlacht reifen und... Das ist Beispiel, bei der NASA fragst du die Putzfrau was machst du?

00:10:43: Dann sagt sie ich helfe mit dass wir zum Mond fliegen.

00:10:46: Also das halte ich für ausgemachten Bullshit.

00:10:49: Weil Menschen sollten eine sinnbehaftete Tätigkeit haben ja und man kann den Sinn stiftend auch sehr vieles erleichtern Ja.

00:11:00: aber am Ende darfst du niemals vergessen Die Leute machen das nicht nur, um sich selber zu verwirklichen.

00:11:06: So wie bei Star Trek wo keiner mehr irgendwie dafür bezahlt wird und alle machen es nur weil sie Bock haben... die Leute machen dass um Geld zu verdienen!

00:11:16: Und am besten ist es wenn man es allen so einfach wie möglich macht seine Kohle zu verdient sowohl uns als auch den Mitarbeitern.

00:11:26: und ich glaube dafür ist es sehr gut und sehr wichtig Leitplanken zu setzen und dann auch wirklich die Leute dazu zu ermutigen, dass sie die Entscheidung treffen, die ihnen obliegen.

00:11:41: Und da quatsch ich dann auch nicht mehr rein.

00:11:43: wie du zum Beispiel sagst wenn Kollege X Y halt den Text halt fett schreibt und er ist der Gestalter hat die Aufgabe Dann lasse ich das so Weißer?

00:11:57: Es sei denn es ist jetzt offensichtlich falsch.

00:11:59: aber das ist es ja in den meisten Fällen eigentlich.

00:12:03: Ja.

00:12:03: Da kommen wir dann aber auch wieder zu einem Punkt, bist du die richtige Stelle das zu entscheiden ob es jetzt falsch ist?

00:12:14: Das ist natürlich ein anderes Thema.

00:12:19: Also wo treffe ich meine Entscheidung und gebe ich das weiter an eine Person, die das dann auch was ich nicht entscheiden kann entscheidet und ob sie in der Lage ist diese Entscheidung zu treffen.

00:12:36: Kann ich jetzt zum Beispiel ein Layout rausgeben oder nicht?

00:12:43: Das ist dann wieder ein bisschen abhängig davon, was macht die Person im Unternehmen und was ist ihre Position.

00:12:50: Und da komme ich schon wieder auf meine Stellenbeschreibung.

00:12:55: Ja absolut!

00:12:56: Ich will ja auch gar nicht sagen dass das nicht richtig ist.

00:12:58: Ich denke schon, man braucht es.

00:13:00: Dass das wichtig ist weil du ja Orientierung haben musst.

00:13:03: Was ist meine Aufgabe jetzt in diesem Zahnradwerk?

00:13:10: Wofür bin ich verantwortlich und wofür Bin ich vielleicht auch nicht verantwortliche.

00:13:14: Jetzt macht das das bei uns natürlich ein bisschen schwieriger, weil wenn du kleiner bist und halt mich für jeden kackest dann eigene Mitarbeiter hast Keine Ahnung.

00:13:23: also wir haben halt keinen Mitarbeiter der sich überhaupt beruflich um Getränke kümmert.

00:13:28: So, da muss man halt mal selber fahren.

00:13:30: Wenn man Bier trinken will zum Feier haben, musst du halt selber fahren die das besorgen wenn der Kasten leer ist und Die Gefahr die ich dann halt immer sehe ist jetzt ein Kackbeispiel gewesen.

00:13:40: aber es gibt ganz viele Tätigkeiten im kreativbereich Wo wir keine dedizierte Fachkraft für haben sondern dass macht halt jemand weil er das auch kann Und Da muss man schon immer noch diesen Blick über den Tellerrand wagen.

00:13:58: Das steht jetzt vielleicht nicht in meiner Stellbeschreibung, aber vielleicht muss ich das machen um diese Aufgabe zu erfüllen.

00:14:07: Und das ist bei uns glaube ich schon wichtig dieses Erziehen zu einem breiteren Blick auf die Probleme und auch Aufgaben zu sehen.

00:14:18: und da fängt das Problem an weil Wenn du dann auch über den Tellerrand guckst, dann siehst du auf einmal eine riesige Fläche und da verlaufen sich viele.

00:14:29: Ja das finde ich aber... also ich persönlich fände es ja gut wenn Leute sagen würden okay das ist jetzt nicht mein in meinem Aufgabenbereich Aber ich möchte trotzdem gerne meinen Vorschlag machen.

00:14:45: Weißte?

00:14:49: Wir haben ja schon mal Dinge die sich wiederholen.

00:14:53: Es gibt Dinge, die sich gerade in der Gestaltung orientieren an Gestaltungsgesetzen.

00:14:59: Die halt wissenschaftlich belegt sind und da ändert sich auch nichts dran.

00:15:05: So das sind Dinge, wie man natürlich als Wiederholung wieder für sich nutzen kann.

00:15:10: Das heißt aber ja nicht dass ich jetzt eine Anzeige oder ein Webplayout kopiere muss So, nur weil wir das schon mal benutzt

00:15:22: haben.

00:15:25: Wenn es explizit gewünscht ist dann kann ich das machen.

00:15:29: aber ich persönlich bin auch immer dafür offen.

00:15:32: also Dinge entwickeln sich halt weiter Also nicht nur die Menschen sondern auch Designprozesse oder halt auch mal das Design an sich und da bin ich dann immer offen dafür dass jemand sagt okay haben wir früher so gemacht Kann ich auch wieder so machen.

00:15:51: Aber wie wäre es denn, wenn wir jetzt mal das und das ändern?

00:15:56: Und da habe ich oftmals das Gefühl dass da ein bisschen der Mut fehlt.

00:16:03: Siehst du was?

00:16:04: Ja, sehe ich auch so!

00:16:06: Aber auch da wieder... Ich kann ja nur Gebetsmüll hat sich erholt.

00:16:12: Auch da ist es in allererster Linie immer noch ein Florian-School-Leben weil du natürlich einen Klimaschaffen musst im Unternehmen, wo die Mitarbeiter sich dazu ermutigt fühlen so was zu sagen.

00:16:27: Und es ist glaube ich gar nicht bei den meisten Unternehmen.

00:16:30: also die meisten Unternehmen sind ja auch jetzt wohlwollende Leute da sind wir jetzt nicht alles irgendwie Arschlöcher die dann alle unterdrücken.

00:16:39: Ich glaube es gehört dann aber auch für eine Führungsperson und das sehe ich jetzt weniger bei uns als Problemen sondern bei vielen Mittelständlern.

00:16:49: Du musst diesen Schmerz aushalten, wenn es nicht so ist wie du dir das vorgestellt hast und dass unterschätzen viele.

00:16:57: Wenn du jetzt sagst zum Beispiel der Weg wie wir das Problem lösen ist eigentlich nicht so wichtig.

00:17:05: Es ist wichtig wie wir es problemlösen dann ist das bei vielen Führungspersonen aber ein Problem, weil sie so eine genaue Vorstellung von einer bestimmten Tätigkeit oder von einem bestimmten Ablauf haben.

00:17:17: Dass die Leute da rein zwingen auch wenn es ganz offensichtlich nicht funktioniert.

00:17:21: der Klassiker mit dem... Das haben wir schon immer so gemacht.

00:17:26: So und äh..das bremst die natürlich unheimlich aus!

00:17:33: Das bremzt auch Mitarbeiter aus und das killt Kreativität.

00:17:36: Also das merkst du natürlich in der Agentur.

00:17:38: und jetzt kommt diese Quadratur des Kreises.

00:17:41: Du musst trotzdem Vorgaben machen, also es merken wir ja auch, also wir müssen trotzdem Vorgeaben machen für bestimmte Dinge um ein bestimmtes Level an Qualität zu halten.

00:17:53: Also du brauchst trotzdem Leitplanken!

00:17:56: Und da fängt es halt an schwierig zu werden finde ich jetzt... Du muss einerseits den Mitarbeitern gerecht werden dass sie sich kreativ entfalten können und dass die auch mal sagen, naja Nese was ja ich will aber so und so machen Und dass du dann nicht sagst, mach was ich dir sage.

00:18:12: Ja, aber genau das leben wir eigentlich nicht so lange in deine Füße unter meinem Tisch hast.

00:18:26: Mach da Augen zu, was man sieht!

00:18:27: Ja.

00:18:30: Das sind übrigens alles so Floskeln, die kennen wir alle, weil wir sie selber gehört haben früher.

00:18:35: Ja

00:18:35: absolut!

00:18:36: Der

00:18:36: Jahre sind keine Herrenjahre.

00:18:45: Wir haben uns ja auch immer geschworen nicht so sein zu wollen wie wir es halt selber erlebt haben und...

00:18:53: Weil's halt fürchterlich war.

00:18:55: also das muss man auch mal ganz klar sagen Es war fürchterlig

00:18:59: Ja, es ist halt

00:19:02: nicht geschätzt zu werden.

00:19:04: Die ganze Zeit nur übertragen Sinn aufs Maul zu kriegen.

00:19:08: Du bist das letzte Rad im Getriebe du bist nichts wert.

00:19:12: also das war ja am Anfang immer so und das ist doch... Also wer will denn das?

00:19:17: Weil ich das tatsächlich

00:19:19: eher aus meiner handwerklichen Vergangenheit kenne.

00:19:26: Ich habe es auch im Agenturbereich kennengelernt.

00:19:31: Deshalb, ich glaube das gab's auch sehr viel und aufgrund dessen war es auf meine Zeit lang so dass gerade bei so kreativen Berufen es sehr starke Schwankungen im Lebenslauf gab.

00:19:50: also... insgesamt in sechs verschiedenen Agenturen gearbeitet.

00:20:00: Und ich habe oftmals die Reißleine gezogen, weil ich irgendwie nicht damit einverstanden war wie dort gearbeitet wurde oder was dort... ...oder dieses Bevormunden und dieses... Du machst das jetzt auch mal so, weil Ich Das Will also...

00:20:22: Ja, das Problem daran ist ja Wenn mich jetzt ein Auszubildenden macht, das bitte so und so ausführen.

00:20:35: Und er sagt, warum?

00:20:40: Macht für mich überhaupt keinen Sinn!

00:20:43: Und er stellt sich ja dann wirklich eine Sinnfrage.

00:20:47: Und wenn ich als Vorgesetzter nicht in der Lage bin im Plausibel zu machen, Plausible Gründe zu nennen, warum er das so machen soll Und er vielleicht viel bessere Argumente hat, warum wir es vielleicht anders machen.

00:21:04: So ja dann macht ist doch anders!

00:21:06: Wer bin ich denn?

00:21:07: Dann zu sagen Ich habe das jetzt aber so gesagt Also es bringt halt niemandem etwas und das ist auch kein... Das hat auch nichts mit Respekt zu tun.

00:21:18: Du gewinnst ja dadurch Respekt dass du Leute vernünftig behandelst und dass sie dich respektieren weil du's verdient hast.

00:21:25: Das ist glaube ich, dass bei uns jetzt nicht so das Problem.

00:21:32: Ich glaube es war vielen Unternehmen schon ein Problem weil viele Führungskräfte einfach keine Führungskräfte sind in dem Sinne und weil sie vielleicht auch nicht das nötige Werkzeug-Set beigebracht bekommen um Führerskräfte zu sein.

00:21:49: Ist ja auch immer beim uns genauso gewesen.

00:21:51: Man muss ja alles erarbeiten.

00:21:54: Ich bin gelernter Industriemechaniker, du auch.

00:21:59: Da haben wir jetzt sehr viel selber lernen müssen und wurde uns auch sehr viel beigebracht von sehr weisen Menschen.

00:22:08: Und vieles haben wir auch gesehen wo wir dann einfach gesagt haben das wollen wir auf gar keinen Fall so machen wie wir es gesehen haben.

00:22:15: aber was ich halt darauf zurückzukommen sehr schwierig finde ist dieser Spagat zwischen Du hast halt hier eine kreative Arbeitssituation mit geringen flachen Hierarchien.

00:22:29: Du musst aber trotzdem Ansagen machen und du brauchst trotzdem Leitplanken, damit die Leute gerade bei so Standardaufgaben sind ja eigentlich, die dich komplett zerstören wenn sie falsch laufen.

00:22:42: also dieses Butter- und Brotgeschäft Das Butter-und Brot geschäft muss fast automatisiert rauslaufen.

00:22:48: wenig Korrekturen das muss sofort sitzen.

00:22:50: Sonst verbrennst du Zeit und verdienst kein Geld, das bei uns in Agenturen halt so.

00:22:58: Also ich sag jetzt mal fette Kohle, verdient ihr sowieso vielleicht nicht, aber interessant wird es beim Projektgeschäft?

00:23:05: Da hast du aber mehr Handlungsspielraum im alltäglichen Arbeiten.

00:23:12: Wenn dir das um die Ohren fliegt regelmäßig dann hast du natürlich Probleme mit der Auslastung kriegst du insgesamt Probleme mit Liquidität und so weiter und sofort meiner Meinung nach.

00:23:24: Und da musst Du dann schon sehr genau differenzieren, wir haben hier in der Agentur Aufgaben die es auch einfacher fordern den Dötsmal abzuarbeiten.

00:23:34: Da muss man schon sagen wie stark mache ich diese Leitplanken jetzt damit der Mitarbeiter kreativ sein kann aber im Rahmen der es ihm erlaubt sowas trotzdem zielgerichtet umzusetzen.

00:23:51: Du sagtest das gerade so Argumentation, dass ich predige.

00:23:56: Das auch immer wieder den Leuten, dass das super wichtig ist.

00:24:00: wenn man, ich sag mal, also den üblichen Weg jetzt mit einer Ausbildung startet als Mediengestalter soll jetzt machen dann muss man glaube ich gerade im ersten Lehrjahr sehr hart damit lernen umzugehen, dass man permanent kritisiert wird.

00:24:26: Weil erstmal ist alles scheiße was man macht.

00:24:31: Das stimmt natürlich so nicht pauschal.

00:24:34: Man kriegt aber das Gefühl.

00:24:36: Genau!

00:24:37: Man empfindet das so und ich hatte mal einen Agenturschef der stand hinter mir und sagte zu mir Der hat mich gesiezt brauchen sie gar nicht dran weitermachen, sieht scheiße aus und dreht sich dann um und ging.

00:25:01: So das ist natürlich so eine super Kritik,

00:25:11: dass wir das mega gut haben

00:25:13: weil was passiert?

00:25:15: also ich bin als Mitarbeiter erstmal maximal demotiviert Ich habe kein Learning daraus, weil ich nicht weiß was ist jetzt da gerade sein Problem.

00:25:27: Ich kriege beigebracht, ich werde schon bewertet bevor ich überhaupt fertig bin mit meiner Arbeit und dann krieg ich auch noch gesagt dass ich halt selber auch nichts dazu sagen darf.

00:25:45: also er ist halt direkt gegangen.

00:25:48: so das Passte mir natürlich nicht.

00:25:53: Und dann bin ich hinterhergegangen und habe ihm gesagt, dass ich kein Problem damit hätte, dass er das was ich tue nicht gut finden würde.

00:26:03: aber dann doch bitte mit vernünftigen Argumenten und nicht mit sieht Scheiße aus.

00:26:10: Da haben wir alle nichts davon.

00:26:14: Ein Monat später

00:26:15: hab'

00:26:16: ich nicht mehr da gearbeitet tatsächlich.

00:26:20: Aber das war nicht der Grund, also es wäre so oder so nicht besser geworden.

00:26:26: Das hatte andere Gründe.

00:26:29: Ja, jedenfalls

00:26:32: du wirst halt...das ist halt wirklich sehr unangenehm.

00:26:37: die ersten ein zwei Jahre in der Mediengestaltungsausbildung Christo permanent kritisiert, Chris permanent gesagt was du anders oder besser machen musst und das fühlt sich nie gut an Bist du halt irgendwann mal verstehst, warum das so ist?

00:26:54: Weil du im besten Fall ja daraus lernst und dann im besten fall auch erklärt bekommst.

00:27:00: Warum das nicht gut ist was du da gemacht hast.

00:27:03: Und wenn man sich das dann noch zurechtlegen kann mit Argumenten die auf Wissenschaft basieren wie irgendwelche Gestaltungsgesetze etc.. Dann Lern ich vielleicht als Azubi auch daraus und dann lerne, ich im besten Fall auch selber argumentieren zu können.

00:27:28: Und wenn ich dann bewertet werde... Ich kann aber sagen Moment das habe ich aber gemacht weil... Dann hat man halt oftmals so einen Effekt dass der andere gegenübersteht und denkt okay der hat mehr Ahnung als ich.

00:27:47: dann halte ich lieber mal meinen Maul oder ich sage ja, okay das stimmt alles.

00:27:52: Gebe ich dir recht und ist auch nicht so verkehrt aber mir gefällt es einfach nicht.

00:27:59: also wenn dann hat man halt ja auch schonmal dass es dann eine Geschmackssache ist.

00:28:04: Das ist dann aber da ist man dann auf einer ganz anderen Basis unterwegs.

00:28:08: Es ist natürlich ne... Also wo dich keiner darauf vorbereitet wenn du jetzt in dieser Branche anfängst Ganz sicher das Maß an Kritik, was du aushalten musst.

00:28:18: Wenn du nicht kritikfähig warst dann gehst du in der Kaputt oder du wirst kritikfähiger und das bleibt immer so.

00:28:28: Also auch wenn du dich für den allergeilsten hältst nur ist alles abgeräumt Du kriegst in regelmäßigen Abständen immer wieder Das Feedback was sich auf dem Boden der Tatsache zurückkommt Und dass es am Ende des Tages ja auch der Kunde.

00:28:46: Da gibt es dann so in der Agenturbranche immer diesen Spruch, kommt's vom Kunden-Meeting.

00:28:52: und wie war das?

00:28:54: Der Kunde hat unser Konzept nicht verstanden.

00:28:57: Ja er hat's nicht verstanden!

00:28:58: Das ist eine nette Umschreibung für Erfanzscheiße... ...und ich war zu dumm ihm das zu erklären.

00:29:05: Vielleicht war es auch einfach kacke.

00:29:08: Und der Kunde hatte aber natürlich nichts dieses Wissen oder nix.

00:29:13: Also er kann dir das ja oftmals nicht begründen außerherrennen.

00:29:17: finde ich einfach nicht gut und da muss man natürlich auch lernen mit umzugehen.

00:29:25: Jetzt in so einer Mitarbeiter- beziehung wie wir die pflegen musst du das natürlich auch immer ein bisschen jonglieren, weil du bist halt gleichzeitig der Ausbilder, du bist auch der Kiercounter des Kunden

00:29:42: d.h.,

00:29:44: Du vereinst dann diese ganzen verschiedenen Kritikpunkte, die der Kunde hat auf dich und musst das dann aber auch dem Auszubildenden, den jetzt so ein Flyer gemacht hat natürlich auch beibringen.

00:29:57: Und das macht es manchmal nicht ganz so einfach weil du natürlich in einer kleinen Agentur sind wir sind nicht so ein distanziertes Verhältnis hast.

00:30:10: Das ist für manche Kollegen am Anfang auch ein bisschen schwierig, wenn die dann zum ersten Mal kritisiert werden und da muss man glaube ich reinwachsen.

00:30:21: Also mit Kritik so klar zu kommen.

00:30:24: Das ist ja auch für uns jetzt also jetzt hier Ende dreißig.

00:30:32: Ist das für uns natürlich auch Immer noch nicht so einfach, wenn du dann da gesessen hast wochenlang und das ist ein geiles Konzept.

00:30:39: Und dann fährst du im Kunden... Ich verstehe was er mit meins aber das holt mich nicht ab.

00:30:46: Das ist immer noch kacke.

00:30:50: Ja übrigens mal eben dazwischen gefunkt ich glaube dein Laptop wackelt und der klopft die ganze Zeit ans Mikro.

00:30:59: Ja genau!

00:31:01: Ich dachte gerade irgendwo liegt hier mein altes Nokia herum.

00:31:05: Daher kommt's aber... Ja, ist so.

00:31:15: Ich habe das halt auch in meiner Ausbildung lernen müssen und ich komme da ganz gut mit klar.

00:31:20: Ich denke mir immer so ja, ich versuche halt das Beste für den Kunden zu machen.

00:31:27: Und wenn es dem dann halt manchmal nicht gefällt und ich das trotz aller Argumente nicht durchsetzen kann, ja dann bitte!

00:31:35: Dann ist das auch in Ordnung.

00:31:38: So, dann macht man halt noch einen Wurf.

00:31:43: Das ist glaube ich so das Wichtigste.

00:31:44: Man muss sich aus unserer Perspektive... ...man darf sich nicht vorwerfen lassen und man hat nicht irgendwie fachlich gearbeitet.

00:31:56: Ich kann nicht sagen, dass ich aus dem Bauch heraus entschieden habe, dass das Logo jetzt gelb sein muss oder sowas.

00:32:02: Ich muss das schon irgendwie belegen können.

00:32:04: Und wenn ich das kann, dann hab' ich halt manchmal den Vorteil auf meiner Seite in dem dann ja auch Kunden hier und da mal... Was ist das für ein Geräusch?

00:32:20: Ich habe keine Geräusche!

00:32:23: Okay.

00:32:25: Verrückt.

00:32:27: Besser.

00:32:30: Es hört sich gerade an als wäre es mega am Regen an bei dir.

00:32:34: Jedenfalls.

00:32:37: Ja jetzt bin ich raus, na toll

00:32:40: Er war sowieso schmachsinn.

00:32:52: Das ist ja auch richtig, also es findet nichts Schlimmeres wie jetzt ein Dienstlaster im Kundenuntermaul redet, er kann das auch selber machen.

00:32:59: Willst du nicht nur der Erfüllungs-Gelfe sein?

00:33:04: Ich hätte gerne ein Brötchen mit Käse.

00:33:08: Wir wollen ja schon was machen, wovon wir dann auch überzeugt sind dass es funktioniert und der Kunde bezahlt uns nicht weil er so viel Plan davon hat sondern weil er denkt das wir planen davon haben und das muss er beweisen.

00:33:23: Es ist aber immer auch so und das ist halt etwas das darf man nie vergessen.

00:33:27: bei einer Begründbarkeit von Dingen am Ende des Tages muss der kunde sich damit richtig wohlfühlen.

00:33:34: So und das ist ja auch so ein Faktor, den man zumindest mal immer im Hinterkopf behalten muss.

00:33:40: Auch wenn er jetzt nicht immer das Argument auf seiner Seite hat also argumentativ jetzt stechen kann Wenn du merkst es ist ihm nix dann ist es manchmal auch gut zu sagen okay wir machen aber was dran

00:33:53: Achso Erzähl erst mal zu Ende

00:33:58: Ja der ist vorbei Was wir können,

00:34:02: was eh nichts zu sagen.

00:34:06: Was ich sagen wollte ist dass wir... Wir hatten vor einiger Zeit einen Kunden der für den haben wir etwas gestaltet und er war sich glaube ich nicht ganz so sicher ob das alles so richtig ist und hat dann halt mit jemandem gesprochen Den wir nicht kennen der aber auch aus unserem Branche kommt.

00:34:33: ohne unser Konzept zu kennen und ohne unsere Begründung zu erkennen, hat diese Person genau das erzählt was in unserem Konzept stand beziehungsweise in unseren Gestaltungsrichtlinien.

00:34:46: Das hat am Ende dann den Kunden auf jeden Fall überzeugt dass er auf dem richtigen Weg ist und das funktioniert natürlich nur wenn man auf einer wissenschaftlichen Basis arbeitet so Dinge aus dem bauch heraus entscheidet weil dann weiß man es kommt halt auch bei anderen so an wie's gemeint ist.

00:35:11: richtiger punkt

00:35:12: ja also das ist halt muss man sich das ja etwas was man jetzt so jungen menschen die jetzt hier unserem job anfangen oder mal beibringen muss so dieses nur weil du gut zeichnen kannst oder kreativ bist heißt das noch lange nicht dass dieser job was für dich ist.

00:35:29: Also Kreativität gibt es auf ganz vielen verschiedenen Arten und das heißt jetzt nicht ausgerechnet, dass du ein guter Mediengestalter bist.

00:35:40: Sondern vieles in unserem Beruf ist halt viel, viel wissenschaftlicher oder ich sage jetzt mal viel handwerklicher als man das am Anfang denkt.

00:35:52: also Du brauchst halt immer irgendeine Basis, von der du ausarbeiten kannst.

00:35:56: Weil du ja immer irgenden Ziel im Blick hast und dafür gibt es halt Dinge die man über verschiedene Erhebungen oder verschiedene Untersuchungen halt einfach näherungsweise weiß bewiesen hat.

00:36:12: Das macht das um jetzt mal so ein Kreis zu schließen für uns aber glaube ich immer noch viel wichtiger einfach darauf zu achten, dass die Richtlinien, in denen wir vorgeben immer auf Fakten basieren.

00:36:31: Also das heißt wenn wir jetzt intern sagen Wir haben bestimmte Anforderungen an dich lieber Mitarbeiter wie du deinen Job zumachen hast dann muss es ja für ihn erstmal plausibel und nachvollziehbar sein also eine Plausibilität haben wo er dann sagt okay das kann ich vertreten.

00:36:51: Und dann muss man ihm mal zugestellen, dass er natürlich auch ein Profi ist.

00:36:57: Absolut ja!

00:37:00: Der Dinge weiß kann die wir nicht wissen können oder

00:37:04: was?

00:37:06: Ja das sind natürlich Dinge die muss er... also muss das schon miteinander verbinden können und er muss am Ende seine Geschichte erzählen können.

00:37:18: Also eher der Kunde.

00:37:21: Die Kundin Es muss einfach am Ende eine Geschichte dabei rauskommen, die gut erzählbar ist um sich wohl zu fühlen und auch um eine Marke zum Beispiel vernünftig in Unternehmen etablieren zu können.

00:37:44: Ich finde das

00:37:44: immer so furchtbar aber es ist nun mal so.

00:37:48: die Aussage du musst die Marke leben Das funktioniert halt nur, wenn du sie verstanden hast und dir deine eigene Geschichte daraus bauen kannst.

00:38:01: Ja, sehe ich auch so.

00:38:06: So wie beantworten wir jetzt die Frage?

00:38:07: Wer ist denn jetzt Schuld mit der Werte?

00:38:09: oder Bier?

00:38:12: Warte mal... Du hast ein bisschen mehr Anteile also du.

00:38:18: Gut im Zweifelzweiler ist das mein Job Schuld zu sein.

00:38:25: Aber ich... Ich habe halt gelernt, wenn du dir die Frage stellst.

00:38:31: Also wenn du zuerst die Verantwortung bei dir selber suchst dann hat das nichts mit Masochismus zu tun weil ich gerne irgendwie schuld an allen bin oder Stress halb oder was sondern ich bin der dann auch derjenige der handeln kann.

00:38:45: also wenn nicht mich permanent sage jetzt mal so in so eine Rolle begebe wo ich dass war ich aber nicht.

00:38:55: Also da kann ich auch nichts dran machen.

00:38:57: Das war der Mitarbeiter, das war der Kunde... ...das war der Sebastian.

00:39:00: Ist ja egal was!

00:39:03: Dann werde ich niemals ins Handeln kommen.

00:39:06: Ich werde niemals etwas zum Positiven verändern und äh... ...dass ist jetzt für, also ich sag ja, Verführungspersonen ist so eine Denkweise völliges Gift.

00:39:15: Also du musst dich in der Verantwortung sehen und gucken.. ..was kann ich dazu beitragen dass es das ändert?

00:39:24: Schuld bist.

00:39:25: Das heißt nur, dass du das Heft des Handelns in die Hand bekommst und das macht für Leute Sinn, die Bock haben Dinge zu verändern hat nicht jeder und ist auch völlig in Ordnung.

00:39:35: Aber es ist ja auch nicht jeder Chef So und ich sehe das als meine Aufgabe weil ich Bock habe Dinge zu vereinen an.

00:39:41: Und dann sage ich auch gerne okay wenn Ich Verantwortung übernehme bin ich auch derjenige der das Problem benennen kann oder bin ich derjenig der sich fragen kann wie können lösen?

00:39:50: und da hab ich genug Fege Kollegen, die mir helfen dieses Problem zu lösen.

00:39:56: In dem Moment wo ich dann sage ja Herr Kunder hat das nicht verstanden was ich ihm gesagt habe.

00:40:02: Habe ich nichts davon?

00:40:03: Ich hab kein Key-Learning!

00:40:05: Ich habe nichts was ich irgendwie machen kann um diese Situation zu verbessern.

00:40:09: Das Einzige ist ich habe es ein beschissener Termin und noch nicht mal mehr die Erkenntnis dass ich Schuld dran war dass der Beschissen war oder vielleicht war ich auch gar nicht schuld.

00:40:18: Aber ich muss doch irgendwas da rausziehen, damit ich sagen kann okay es war keine fatahne Zeit.

00:40:23: Weißt du was ich meine?

00:40:24: Ist das rübergekommen?

00:40:27: Ja

00:40:27: bei mir ja, ich kenn's aber auch so.

00:40:30: Ich will schon sagen dass das nachvollziehbar ist.

00:40:41: Jetzt ist das für uns vielleicht noch ein bisschen einfacher wie wir generell Dienstleister sind und sowieso erstmal dafür da sind um die Schuld augen zu nehmen.

00:40:54: Ja, ist so.

00:40:56: Aber machen wir auch gerne wenn es berechtigt ist und für gewöhnlich haben wir ja auch einen Kundenkreis der genauso ist also nicht so dass wir irgendwie ständig beschimpft werden obwohl wir Hände heben und sagen ich weiß nicht So ist es ja auch nicht.

00:41:25: der Kunde oder unsere Kunden wissen das für gewöhnlich, wo sie selber einen Bock gemacht haben.

00:41:33: Sie können's auch benennen.

00:41:35: also gerne auch bei uns wenn wir irgendwas falsch gemacht haben und wir nehmen das auch gerne an.

00:41:41: Und dann muss man eine

00:41:42: Lösung zu finden und im Normalfall ist jetzt gerade so anders ob wir nur ständig Scheiße bauen aber normal Fall finden wir Eine Lösung.

00:41:58: Und dann geht es halt weiter?

00:42:01: Ja, das geht ja auch nicht um Schuld.

00:42:09: Also schuld ist aber der falsche Begriff glaube ich.

00:42:13: Schuld und Sehne.

00:42:19: Also wer jetzt am Endeffekt Schuld ist... Das ist ja nur was für Leute die... Also Schuld ist für das Ziel, was sich erreichen will.

00:42:29: jetzt erst mal überhaupt gar nicht entfeindend so sondern Was ist das Problem?

00:42:40: Wie wurde dieses Problem verursacht, damit wir es halt nicht nochmal machen.

00:42:43: Weil jeden Fehler kannst du vielleicht einmal machen oder zweimal aber noch nicht dreimal und da muss man sehen dass ein Ziel erreicht.

00:42:52: von daher bin ich halt sehr gerne Dienstleister weil wir uns ja sehr stark dann eher mit Zielen beschäftigen als mit dem Kram der irgendwie vor Wochen neuer Monaten passiert ist.

00:43:04: gut Ich habe nicht damit gerecht, dass wir hier zu einem Ergebnis kommen.

00:43:11: Aber dafür war es doch mal wieder sehr unterhaltsam.

00:43:18: Über diese Kundenverschichte kann ich auch noch stundenlang sprechen.

00:43:21: Da gibt es so viele Anekdötchen die man da erzählen kann.

00:43:27: Es war mir eine sehr große Freude.

00:43:35: Nicht, dass du dich dann gleich wieder beschwerst das ich mich nicht vernünftig verabschiede.

00:43:42: Ich sag schon mal tschüss.

00:43:44: Ja, ich sage auch tschuss!

00:43:46: Gehabt euch wohl!

00:43:48: Bis zum nächsten... Wir reden bald rüber und bis zu den nächsten Unbezahlten über Stunden.

00:43:57: Tschüüü!

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