Tote Jobs, Maschinenbau-Porn und Deluxe-Fleisch

Shownotes

Heute bei uns zu Gast: Thorsten Junge, Ex-Marketingmann aus Kreuztal und heutiger Bio-Landwirt.

In dieser Folge nehmen wir euch mit auf eine turbulente Reise durch drei Jahrzehnte in der Werbung: Von analogen Druckplatten über die ersten pixeligen Webseiten bis hin zum Bio-Hofladen auf dem Land. Gemeinsam sprechen wir über die Herausforderungen, Chancen und überraschenden Wendungen, wenn man immer wieder bereit ist, alles neu zu denken und sich auf Unbekanntes einzulassen. Wir diskutieren, warum gute Gestaltung heute mehr denn je Haltung braucht und was passiert, wenn Digitalisierung auf echte Handarbeit trifft. Außerdem erfahrt ihr, wie aus Marketing-Erfahrung und Kreativ-Background ein nachhaltiges Hofkonzept entstehen kann – und warum Service und Persönlichkeit im Bio-Business entscheidend sind. Hört rein, wenn ihr wissen wollt, wie man aus jedem Umbruch eine Chance macht und warum ein bisschen Bedenken manchmal auch ganz gesund ist.

correlio Marketing-Agentur

https://correl.io

Eichenhof Kreuztal

https://www.instagram.com/biolandhof_eichenhof/

Adobe InDesign

https://www.adobe.com/de/products/indesign.html

QuarkXPress

https://www.quark.com/de/

TYPO3

https://typo3.org/

WordPress

https://de.wordpress.org/

Dreamweaver

https://www.adobe.com/de/products/dreamweaver.html

Netscape Navigator

https://de.wikipedia.org/wiki/Netscape_Navigator

Internet Explorer

https://de.wikipedia.org/wiki/Internet_Explorer

PageMaker

https://de.wikipedia.org/wiki/Adobe_PageMaker

Linotype

https://de.wikipedia.org/wiki/Linotype

Angus-Rind

https://de.wikipedia.org/wiki/Angusrind

CMA (Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft)

https://de.wikipedia.org/wiki/Centrale_Marketing-Gesellschaft_der_deutschen_Agrarwirtschaft

Industrie 4.0

https://de.wikipedia.org/wiki/Industrie_4.0

Design Thinking

https://de.wikipedia.org/wiki/Design_Thinking

Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

https://www.alanus.edu/

Bio-Siegel

https://www.oekolandbau.de/bio-siegel/

REWE Bio

https://www.rewe.de/marken/bio/

dm-drogerie markt

https://www.dm.de/

Squarespace

https://www.squarespace.com/

Wix.com

https://de.wix.com/

Webflow

https://webflow.com/

ISDN

https://de.wikipedia.org/wiki/Integrated_Services_Digital_Network

Transkript anzeigen

00:00:10: Unbezahlte Überstunden, der Corelio Podcast.

00:00:14: Die Kreativbranche versaut die besten – so auch Sebastian und mich!

00:00:19: Als Inhaber der Bitubi-Agentur Corelio sprechen wir mit alten Weggefährten, spannenden Macherinnen und Machern und über all das was für alternde Werbefuzzis wie uns interessant ist.

00:00:31: Garniert mir einer

00:00:32: Prise Jungbummerhaftigkeit.

00:00:40: Das ist jetzt das siebte Mal dass ich diesen Blöden Aber heute schließt sich ja ein Kreis, Thorsten.

00:01:15: Jetzt bin ich gespannt.

00:01:16: Der hat mit dem Rudi angefangen?

00:01:19: Ja,

00:01:21: genau!

00:01:21: Und er wusste eigentlich gar nicht... Er wusste von nichts und ist dann hier aufgeschlagen weil ich ihn gesagt habe, komm mal hier vorbei und dann muss der ja halten.

00:01:29: Als Versuchsobjekt total.

00:01:31: Ja und wir haben jetzt letztens noch über eine sehr witzige Geschichte gesprochen.

00:01:36: wo du ne Hauptrolle drin spielst ging's um Kapitäne zu sehen.

00:01:42: Kennst das weiß noch wovon ich rede?

00:01:44: Nee Wo war Leute, die gerne Captain haben?

00:01:49: Okay.

00:01:50: Die Geschichte kenn ich natürlich ja.

00:01:53: Dürf nicht keine Namen nennen.

00:01:55: Highlight.

00:01:57: Da

00:01:59: gibt es jetzt viele Anekdoten!

00:02:01: Ja wir haben mit Rudi vor allen Dingen darüber gesprochen wie er so angefangen hat und das Interessante bei dir ist.

00:02:10: du bist schon so lange Näh, eigentlich muss ich sagen du bist schon so alt.

00:02:18: Du hast noch einen Job gelernt den es heute glaube gibt's hier überhaupt

00:02:20: noch?

00:02:20: Nee.

00:02:22: Tatsächlich nicht?

00:02:22: Nein!

00:02:23: Was hast du gelernt?

00:02:24: Bei mir nannte sich das damals noch Druckvorlagenhersteller Fachrichtung Gestaltung.

00:02:29: Was macht er ja?

00:02:30: oder was hat der gemacht damals?

00:02:32: Ja gut, wenn man sich die Druckindustrie in den Mitte der neunziger Jahre anguckt.

00:02:38: Das ist immer so ein Triggerbegriff für meine Kinder.

00:02:40: Wenn ich sage Neunzige, dann fallen hier schon vom Tisch.

00:02:44: Da wurde das ja alles noch sehr analog gemacht.

00:02:46: D.h.,

00:02:46: es gab diejenigen, die eine Gestaltung gemacht haben.

00:02:50: Dann gab's diejenigen... ...die das irgendwie auf Film gebracht haben und da gabs ja diejenigen hinterher, die das auf die Druckplatte gebracht haben.

00:02:56: Und jeweils... Die jeweiligen Bereiche waren eigene Hausbildungsberufe.

00:03:00: Also es gab dann den Druckformhersteller und dann gab's den Reprografen.

00:03:04: Das war derjenige, der an der Repro-Kamera saß und musste das quasi alles hochziehen und verkleinern und vergrößern...

00:03:11: Ich hab davon überhaupt gar keine Ahnung!

00:03:12: Hast du Katalogmodels mit der Schere ausgeschnitten und so zusammen geschoben?

00:03:18: Ja quasi die Katalog-Models hast du ja früher mit Ulanopholie maskiert.

00:03:25: Okay.

00:03:26: Das kennste auch nicht,

00:03:26: gell?!

00:03:28: Okay, Anfang der Neunzigerjahre war es dann tatsächlich so dass du ja ein Großteil deiner Arbeitszeit am Leuchtisch verbracht hast.

00:03:38: Das heißt du hast dann entweder deine fertigen Filme gekriegt und musstest dir entsprechend anpassen oder zu irgendwelchen Druckbögen machen oder natürlich entsprechende Korrekturarbeiten machen.

00:03:48: also mal hier noch ein bisschen Schrift rein oder halt maskieren.

00:03:52: Und dann gab es Ulano-Folie, das waren quasi zwei Träger.

00:03:55: Einmal unten drunter eine durchsichtige Folie und an oben drüber eine rote Folie... ...und die konntest du mit dem Cutter schneiden.

00:04:02: Und da konntste das dann hinterher abziehen und dann hat sie quasi ne Maske gemacht.

00:04:06: Das musste man tatsächlich mit einem Cuttermachen oder mit einem Lineal usw.. Dann hat der Andauernd dann irgendwelche Lupen vor der Nase weil das ging ja dann tatsächlich um... Das war Handarbeit und eine Rehpro-Kamera.

00:04:27: Du hattest unten in der Auflage ein Tisch, da konntest du entweder Aufsicht machen oder Durchsicht.

00:04:34: Also dich kam von unten oder von der Seite.

00:04:36: Und oben hatte dann deinen Träger wo der Film reinkam.

00:04:39: Da konntetest du vergrößern oder verkleinern.

00:04:42: Das gab es einen Einraumkameras oder auch zwei Raumkameras wo du dann in den anderen Raum gehen musstest und dann hattest du quasi an der Wand so eine Vakuum Vorrichtung, wo du den Film dann quasi dran batchen konntest.

00:04:57: Und da ich ja eine Siebdruckerei gelernt hatte, hat dich dann hauptsächlich mit diesen zwei Raumkameras zu tun weil wir teilweise bis zwei Meter fünfzig oder drei Meter die Filme blichten mussten.

00:05:10: Warum?

00:05:11: Weil du im siebtruck natürlich großformatisch gearbeitet hast.

00:05:13: Du hast dann so Schilder gemacht zur Baustellenschilder usw.. hast dann irgendwie Plastik bedruckt oder irgendwie Lkw Folie, oder sowas in der Richtung.

00:05:24: Und das hat Kleintorsten?

00:05:26: Wie alt warst du da als du das gelernt hast?

00:05:28: Äh... Da muss ich mal gerade überlegen.

00:05:30: Ich habe die Ausbildung dreiundneunzig angefangen.

00:05:33: Das war ein Jahr nach dem ABY-Zwanzig!

00:05:35: Ja und wie?

00:05:40: mit was für Tools hast du da gearbeitet?

00:05:42: also ihr hattet aber schon irgendwie PC's?

00:05:46: Nein, am Anfang nicht.

00:05:49: Das war tatsächlich Handarbeit.

00:05:51: Du hast dann mit Kleber gearbeitet und Schere uns Galpell.

00:05:57: Es gab einen Rechner, das war ein Windows-Rechner.

00:05:59: da lief PageMaker zwei Punkt Null drauf.

00:06:02: Da konntest du einfach nur Schrift setzen.

00:06:04: mehr war es nicht.

00:06:06: Früher hast du das ja mit so Linotype Systemen gemacht.

00:06:11: Da konntest du dann einfach so einen Schriftzug, was ich hier ... Wenn du sagst hier, der Firma Corellio hätte gerne mal ein Schild unten an die Klingel.

00:06:18: Dann hast du das dann getippt.

00:06:19: Ja, Corelliower-Werwagentur Hast du es auf deinem Dreihundert DPI Laserdrucker ausgedruckt und bist dann damit zur Rebrokamera gegangen Und hast das dann großgezogen?

00:06:29: Okay Also du hattest die versteckte Kritik mitbekommen?

00:06:33: Ja

00:06:34: Ihr habt ein schönes Schild.

00:06:36: Ich hab's auch direkt gesehen.

00:06:38: Die Leute gehen ja mehr unten her und fragen, was machen die bloß?

00:06:42: Wer ist das?

00:06:44: Jetzt ziehen wir irgendwie in zwei Monaten aus.

00:06:47: Und hat noch mal keinen Schwanz, wer wir sind oder ob wir jemals hier waren.

00:06:50: Genau!

00:06:51: Wir waren hier und vergessen.

00:06:52: Ja, burscht.

00:06:57: Du hast dann... Wir werden gleich nachher gucken.

00:07:00: wie kommt man jetzt von so einer Repro-Kamera zum Film?

00:07:05: Wenn wir sicherlich noch viel darüber erfahren Wie lange, also eine ganz normale Ausbildung gemacht?

00:07:12: Drei Jahre?

00:07:13: Genau.

00:07:14: Richtig!

00:07:15: Und hast du denn in dem Beruf überhaupt noch gearbeitet?

00:07:18: Später dann.

00:07:21: Ja ne, eigentlich nicht, weil das wurde ja dann in der Zeit alles Digitale an.

00:07:24: Also letztendlich kam ja dann irgendwann mal die Max und PCs... ...und so dieses klassische Rehpro-Arbeiten hast ihr gar nicht mehr gemacht.

00:07:33: Also da ist es ja quasi im Rechner bis zur Druckfertigkeit schon alles vorbereitet Und hat es ja dann eben entsprechend Belichter oder Plattenbelichter, wenn's dann irgendwie auf die Offset-Maschinen ging und dann hast du einfach die Daten rausgeschickt.

00:07:44: Dann kam er dann so Ende der Neunziger, kamen wir dann die entsprechenden PDF Workflows und von da an her wurde das ja dann alles einfacher.

00:07:52: Also dieses manuelle Arbeiten, das gab's ja gar nicht mehr.

00:07:54: Wusstest Du also während Deiner Ausbildung?

00:07:56: Du lernst jetzt einen Beruf, der sich gerade erledigt?

00:08:00: Ja!

00:08:03: Ja gut, die Digitalisierung kam natürlich heftig.

00:08:08: Das war ja dann, ging ja irgendwann mal rasend schnell als Adobe dann irgendwann mal da eingestiegen ist und hat damit InDesign und so weiter diesen PDF Workflow aufgebaut und haben dann in Grunde diese ganzen Grafikprogramme ja dann eingeheimst weiß ich so Freehand usw.

00:08:24: das gehört hier dann irgendwann auch alles mal zu.

00:08:25: Adobe War das ja unaufhaltsam.

00:08:28: Ja, die haben

00:08:29: glaube ich nach und nach dieses ganze Produktportfolio von Makromedia

00:08:33: so

00:08:34: geschürzt.

00:08:35: Aber das war erst später.

00:08:39: Ja Anfang der zweitausender müsste es gewesen sein.

00:08:43: Warte mal... ...zwei-tausendzehn habe ich euch kennengelernt glaube ich oder zwei tausendneun?

00:08:50: Das war auf jeden Fall vorher schon in meiner Ausbildung noch.

00:08:54: Da ist das schon passiert, also kurz danach.

00:08:58: Das muss so ... ... zwei tausend sieben, zweitausend sechs so gewesen sein dass die ja bei er sich sei jetzt mal so.

00:09:05: in der vor Adobe Zeit gab es dann auch noch Tools paar gibt's da von heute noch ne Quark zum Beispiel.

00:09:12: Gibt´s

00:09:13: das noch?

00:09:13: Es

00:09:13: geht´s doch Das hat auch immer noch eine Fanbase die groß genug ist, dass dieses Unternehmen immer noch überlebt.

00:09:21: Also ich weiß nicht ob die mittlerweile irgendwann mal gekauft wurden von irgendwem aber das Produkt gibt's noch.

00:09:26: Aber für dich war es dann ja.

00:09:29: also du machst jetzt deine Ausbildung ganz normal drei Jahre, machst da deine Abschlussprüfung und hast Du dann in dem Betrieb noch gearbeitet?

00:09:37: Ja richtig!

00:09:38: Also dadurch, dass sich ja dann quasi die Digitalisierung von Grund auf mitgemacht habe.

00:09:42: Da war ich natürlich dann nach der Ausbildung, derjenige, der das halt weiter ausgebaut hat beziehungsweise mich mir in der ganzen Technologie auch auskannte.

00:09:50: Es kamen da irgendwann die Großformatbelichter... Dann gab es entsprechende Serverstrukturen plötzlich, also NT-Server wurde ja dann irgendwie installiert wo das alles drauf lief und so weiter.

00:10:00: Die mussten ja dann auch irgendwie angebunden werden damit du von den Rechtern da drauf kanntest.

00:10:05: Also es gab ja am Anfang nur diese diese Windows Work Groups, das war ja so die erste Möglichkeit wo du dann irgendwie die Rechner miteinander vernetzen konntest.

00:10:16: Das lief dann damals über Coax Kabel mit zehn Ambit und hinterher wurde das natürlich alles ein bisschen komfortabler und schneller.

00:10:25: Dann kam irgendwann auch mal so diese Möglichkeit dass du Daten per Telefonkabel oder per ISDN in der Gegend rumschicken konntes.

00:10:34: Zu meiner Zeit sind wir damit Wechsellaufwerken in der Gegend rumgefahren.

00:10:40: Weil du ja gar nicht die Möglichkeit hattest, mal irgendwie ... ... zehnhundert, einskommer fünf Gigabyte in den Gegend herumzuschicken.

00:10:46: Das ging ja gar damals gar nicht ne?

00:10:48: Es gab ja kein DSL und nix.

00:10:51: D.h.,

00:10:51: ihr seid dann zum Kunden gefahren, habt euch die Daten geholt?

00:10:54: Genau!

00:10:54: Es gab dann damals diese ... ... Ayamiga-Zipp-und-Jazz-Laufwerke... Die zilfterlich anfällig waren,... weil das ja dann auch alles nicht optisch war sondern da drehten sich tatsächlich irgendwelche Festplatten drin Und damit bist du dann losgelaufen, genau.

00:11:10: Einzigmal

00:11:10: fünf Gigabyte war auch schon eine richtig fette, externe Fettplatte.

00:11:15: Genau das war richtig viel.

00:11:20: Kannst du mal eben was sagen?

00:11:22: Kannst Du mal eben etwas sagen?

00:11:30: Ja jetzt besser!

00:11:36: Du hast dann deine Lehre gemacht und dann hast Du Dich aber relativ bald danach auch selbstständig gemacht, ne?

00:11:44: Genau ich habe dann die Abschlussprüfung Damals noch mit Korrel drei Null.

00:11:51: Hatten wir da so eine Aufgabe, so eine Illustration zu machen?

00:11:55: Also wir kriegten quasi ein schwarz-weiß Foto und das muss hinterillustriert werden also quasi in der Vektografik rausgemacht werden.

00:12:00: dann habe ich einen Korrell drei null gemacht.

00:12:03: Und ja wie das dann halt so ist du kriegst ja dann im privaten Umfeld relativ schnell die Anfragen hier Du machst irgendwas mit Computer nicht braucht er mal.

00:12:13: Das wird dann irgendwann mal so viel, dass du gesagt hast okay ich muss mein Gewerbe angemeldet haben und das war dann schon sieben neunzig.

00:12:19: Da habe ich mich dann quasi so nebenher selbstständig gemacht und hab dann für bekannte Familie, andere Unternehmen angefangen Kataloge zu machen, Briefpapiere wie Siegenkarten was man halt so macht am Anfang

00:12:35: Und auch irgendwann Internetseiten.

00:12:38: Oh ja, das ging dann irgendwann mal los.

00:12:40: Das kommt natürlich zwangsläufig.

00:12:43: Wobei Internet spielte in den Ende der Neunzigerjahre noch nicht so eine große Rolle.

00:12:48: Also das kam erst zu später.

00:12:51: Ja ich weiß gar nicht mehr wie... Ich hatte neuer überlegt wie ich mir dann HTML drauf geschafft habe weil das haben wir ja nicht in der Schule gelernt.

00:12:59: Das musstest du dir tatsächlich anlesen.

00:13:01: da gab es damals so ein Kultbuch, so eine Bibel Und dann war das ja damals noch alles Tabellen lehaut.

00:13:09: Das heißt am Anfang wurde es, ob ich das?

00:13:11: Du

00:13:13: hast das mit dem Kaffee.

00:13:13: Ja,

00:13:15: das tut mir sehr leid.

00:13:15: Ich

00:13:17: kann nicht.

00:13:19: Du hast ja damals alles in Tabellen gehackt und das war ja damals ein Qualitätsmerkmal pixelgenaues Arbeiten.

00:13:27: Letztendlich hast du ja einen Printdesign zerhackt... ...und versuchte das irgendwie auf die Webseite zu bringen.

00:13:31: Also da gehört ihr ja noch nicht viel zu und war eigentlich nur Fleißarbeit.

00:13:35: Ja, also ich komme ja auch noch aus der Zeit.

00:13:38: Da gab es tatsächlich noch nicht die Möglichkeit responsive zu entwickeln.

00:13:46: Also

00:13:46: das

00:13:46: gab's halt nicht!

00:13:47: Du hast dann halt... du hattest auch in der Regel keine Variante für das Mobiltelefon weil das auf diesen Wapp-Handys... Das sah halt scheiße aus, also hat da keinen Sinn gemacht weil auch keiner Datenvolumen hatte.

00:14:02: Genau sobald du dann irgendwie zufällig auf die Tasten gekommen bist auf deinem Siemens Handy ja so panikartig versuch das anzuhalten.

00:14:08: Tausend Euro in der Minute?

00:14:10: Weil das ja keiner bezahlen konnte.

00:14:12: und ne du hast ja damals sehr nach auf Bildschirmbreiten programmiert.

00:14:18: Also du sagst dann jetzt hier.

00:14:29: Ja,

00:14:37: und damals Marktführer für eine gewisse Zeit im Browser-Markt kennt heute auch keinen Schwanz mehr, war ein Netscape Navigator.

00:14:44: Selbstverständlich!

00:14:46: Ja und was wir alle nicht mochten war der Internet Explorer sechs.

00:14:51: Also für den musstest du die Seite komplett nochmal neu entwickeln?

00:14:55: Ja vor allem mit diesen ganzen Geschichten, mit diesem Rahmen umdreum ne Border gleich null usw.

00:15:00: Was ihr dann irgendwie machen muss ist das interessierte Ding glaube ich gar nicht mehr so anders.

00:15:03: Und da haste dich natürlich todprogrammiert.

00:15:07: Das ist übrigens bis jetzt.

00:15:10: der neue Edge von Microsoft basiert ja auf Chromium Chromium Framework und bis dahin war es halt immer wieder so, dass Microsoft sich nicht wirklich an die Standards gehalten hat.

00:15:24: Also nicht so umfassend wie zum Beispiel jetzt keine Ahnung Firefox oder auch Chrome.

00:15:31: Das heißt das ist eine Krankheit, die Microsoft, diesmal Microsoft gab seitdem es Browser von Microsoft gab.

00:15:39: also Es war immer ein pain in the ass irgendwas für so microsoft browser zu optimieren.

00:15:45: Also ich mich noch sehr genau.

00:15:47: sie mussten die leute nicht begeistern, weil die browser waren ja automatisch auf den rechtern drauf.

00:15:51: Ja

00:15:52: also mussten jetzt nicht großartig mit irgendwelchen features arbeiten.

00:15:55: was die Leute haben erstmal das genommen was auf dem rechner drauf war und es war halt immer der internet explorer.

00:16:01: an dass du da warst du dann Also Autodidakt.

00:16:06: Hatt ich das einfach interessiert oder war das so eine Anforderung, wo du gesagt hast Das muss ich jetzt machen weil es der Markt zu erfordert?

00:16:14: Oder weil meine Kunden das wollen?

00:16:16: Genau also die Anfragen kamen von den Kunden.

00:16:18: Die sagen dann nicht, wir hätten gerne mal ne Webseite.

00:16:20: Ich hab davon gehört dass das wichtig ist Und dann haste dich damit beschäftigt.

00:16:25: Du hattest ja auch keine Ahnung wie das funktioniert und dann hast du dir das einfach angelesen.

00:16:28: Also ein wichtigem Buch gekauft und das von vorne bis hinten durchgearbeitet.

00:16:33: Aber erstmal hast du den natürlich, ihr selbst habt ja im LDE.

00:16:36: Ich weiß nicht ob es die heute mal gibt, diese Seite.

00:16:38: Das war's.

00:16:41: Mein Compendium irgendwie.

00:16:42: Ja.

00:16:43: Und bei erstmals hast du denen natürlich eine Image Broschüre verkauft.

00:16:48: Meistens ging es immer mit Briefpapieren los.

00:16:50: Also das war ja ganz, ganz niedrig, ja?

00:16:53: Also Image Broschüre... Heute will man dazu sagen ein Flyer.

00:16:58: Klar!

00:16:58: Das wurde dann gemacht.

00:16:59: also ich sag mal in dem Bereich Image oder Mark.

00:17:02: Das kam ja dann quasi erst später an und man ging es einfach dazu dass die Leute was haben was zu verteilen können.

00:17:10: Ja Marketing jetzt so auf diesem Level beschränkt sich aber wirklich Erst mal darauf Dinge überhaupt zu erstellen, gerade jetzt für kleinere Firmen.

00:17:21: Die hatten halt wirklich in der Regel gar nichts.

00:17:24: Also sie hatten noch nicht einmal mehr eine Visitenkarte.

00:17:27: also ich erinnere mich daran dass der Handwerker dann so ne die hat man irgendwie so Zettelchen auf diese ihre Telefoner im Kuli draufgeschrieben haben.

00:17:35: Genau!

00:17:36: Ne?

00:17:37: Das war ja dann im Grunde so ein automatischer Markt weil vor allem diese kleineren Unternehmer und die Handwerke die hatten ja gar keinen technischen Zugang dazu irgendwas zu machen.

00:17:44: Es ist ja nicht heute wie wir heute, wo du einfach eine App installierst und sagst dann auch wer diese Fotos hätte ich jetzt gerne mal schön als Fotoabzug.

00:17:52: Und dann ist im Hintergrund irgendein Dienst.

00:17:53: Dann kommt UPS vorgefahren und dann schmeißt er dir das in Briefkasten.

00:17:57: Das gab es ja damals gar nicht!

00:17:59: Ja also muss man noch sagen für die jüngeren Hörer... Man musste Fotos damals auch noch entwickeln?

00:18:07: Ja natürlich dann hinterher wenn du die musstest ihr ja auch erst mal scannen.

00:18:11: Ja, genau.

00:18:12: Also die Lagen waren digital vor.

00:18:16: Du hast keine Datenträger in deiner Kamera.

00:18:20: Es gab damals Trommelscanner wo es dann ja hauptsächlich um Dias ging.

00:18:24: Damals die Profilfotografen haben ja mit Mittelformat Dias gearbeitet und die mussten erst mal digitalisiert werden.

00:18:32: und so ein Scanner der kostete eine Höhe von zwei Millionen Mark.

00:18:35: Das war schon damals richtig Geld.

00:18:38: Ja, ich weiß noch in der Agentur wo wir beide damals jetzt tätig waren.

00:18:43: Die haben zu einer Zeit ein Großteil ihres Geldes damit verdient weil sie einen CD-Brenner hatten.

00:18:49: Genau!

00:18:52: Also das kann man sich gar nicht mehr vorstellen.

00:18:53: aber was da an Kohle generiert wurde oder weil die einen CD Brenner hatten?

00:18:58: Ich kenne genügend Leute die im Grunde damit ihr Geld verdient haben dass sie sich irgendwann mal einen großen Tintenschalldrucker gekauft haben der quasi auf Rolle da irgendwie so drei Meter rauslaufen lassen konnte.

00:19:08: Und damit sind die dann in diesen Messer- und Werbetechnikbereich reingekommen, und damit sind sie schnell sehr groß geworden.

00:19:16: Ja

00:19:17: man hat auch manchmal das Gefühl, die sind hautechnisch darüber nicht hinausgereicht.

00:19:24: Ja gut ich meine die sind natürlich irgendwann mal überrollt worden.

00:19:27: dadurch dass sich die Dinger dann auch irgendwann immer erschwinglicher waren ja und die Kunden sich vielleicht noch sowas selber ein Keller gestellt haben viele natürlich das dann irgendwann mal raus klar.

00:19:37: Und da hast du Internetseiten gebaut, also wir haben die erste Internetseite, die du gebaut hast, die ich gesehen habe zwar die damals von der Firma Georg ganz lange her.

00:19:55: Die habt ihr auch noch gebaut?

00:19:56: Ja aber das war bei uns damals schon Netzwerk, also das kam dann dadurch Als ich mich selbstständig gemacht habe, bin ich zu einem Unternehmensberater gegangen.

00:20:05: Der so Existenzgründungsberatung gemacht hat.

00:20:09: Damals gab es dann noch Fördergelder vom Kreis Wittgenstein von der Wirtschaftsförderung dafür und er hat sich mit dir hingesetzt und hat mal sowas wie ein Konzept oder eine Strategie geschrieben.

00:20:19: Wie sehen deine Kunden aus?

00:20:20: Wie willst du die ansprechen

00:20:21: usw.,

00:20:22: damit du nicht selber einen Otto in den Markt stolz passt und direkt nach zwei Jahren pleite bist?

00:20:29: Und der hatte dann quasi zu der Zeit drei oder vier Leute, die sich auch selbstständig gemacht haben.

00:20:35: Einer war aus dem IT-Bereich und das war derjenige, der bei uns dann quasi die Webseiten programmiert hat.

00:20:41: Weil er hat dann auch schon dynamische Webseite gemacht also mit Datenbankantfragen und PHP und dann kam ja irgendwann mal im CSS dabei usw.

00:20:50: und sofort wurde dann gesagt haben ich muss nicht alles statisch machen sondern der Kunde sollte natürlich schon irgendwie immer seinen Youthbereich selber pflegen.

00:20:58: Und das war natürlich einfach nur MySQL und PHP relativ simpel.

00:21:03: Das CMS in Anführungsstrichen, das war ja kein CMS.

00:21:06: Das war ein Text-Eingabefeld wo die was rein hacken konnten und dann durften sie einen Bild hochladen.

00:21:13: Das waren alles selber programmiert.

00:21:15: Es gab ja nichts von der Stange irgendwo.

00:21:16: Es gabs damals nur Typo drei.

00:21:18: Das ist damals so der Platz hier.

00:21:20: Immer noch?

00:21:21: Ja oder... Dann gab es ja dann auch diese geschlossenen Systeme häufig, die dann halt so von größeren Unternehmen oder von Konzernen genutzt werden.

00:21:30: Red Dot, das zum Beispiel.

00:21:32: Continido-Kontinent da haben wir drauf gelernt.

00:21:37: Einer von denen kommt auch aus Siegen?

00:21:38: Ist das nicht Red Dot?

00:21:40: Es gibt doch in Siegen auch einen großen CMS.

00:21:45: Schon wieder vergessen!

00:21:47: Ich kenne nur hier diese Open Exchange Story, aber das müsste man mal in einem gesonderten Podcast machen.

00:21:53: Aber typo drei war natürlich auch immer ein bisschen für Otto Normal Verbrauch her nicht so verstehen weil die hat eine eigene Skriptesprache und so weiter.

00:22:00: Das hast du ja bisher nicht gehabt.

00:22:02: Und dann kam er irgendwann mal WordPress.

00:22:04: Ja wurde dann halt einfach Diese diese Templates ja auch lesen konnte.

00:22:08: es soll das war dann einfach CSS und PHP und dann wusste sich okay was passiert denn da?

00:22:13: In diesen ganzen Dateien.

00:22:15: Und da fing das dann auch damals an, dass ich dann halt im Grunde eigene WordPress-Templates gemacht habe mit PHP und CSS.

00:22:22: Was viele übrigens nicht wissen, solange wie es Internetseiten gibt, gibt es schon Dienste.

00:22:28: heute, was kennt man?

00:22:29: Wigs.com, Squarespace, die gibt's schon ganz lange.

00:22:34: Also vielleicht jetzt nicht Squarespace und Wigs, aber solche Diensten sind so alt wie es internet selber.

00:22:41: Ich glaube wenn mal zurück geht... Damals eins und eins, heute Aionos waren glaube ich auch einer der ersten deutschen Anbieter die sowas hatten.

00:22:54: Die sahen halt ganz fürchterlich scheiße aus.

00:22:56: Mittlerweile kriegst du ja wirklich coole Ergebnisse mit denen muss man sagen.

00:23:01: Früher sahen die halt alle ganz fürchterlich scheisse aus.

00:23:05: Du hast dich natürlich dann auch mit beschäftigt und das fing dann ja am Anfang immer an, wenn du dann so eine Seite einrichten solltest aus welcher Branche kommen sie denn?

00:23:12: Ja.

00:23:12: Und da musstest du das anklicken und dann kriegst es irgendwie drei Layouts vorgeschlagen und dann hast du dann aus völliger Verzweiflung eins davon genommen und dann gut war das natürlich komplett austauschbar alles also dass du jetzt individuell irgendwas machen kannst wie heute oder... damals nicht, du hast ja im Grunde irgendwie mit Standards gearbeitet.

00:23:31: Was viele genutzt haben so im semi-professionellen Bereich war Macromedia Dreamweaver.

00:23:40: der hatte dann auch so eine Funktion der kurze Templates bauen und dann hat er dir die Seite.

00:23:46: also wenn du die jetzt aktualisieren wolltest, du konntest hier ein lokal aktualisierung und dann synken mit einem FTP Server.

00:23:53: das

00:23:53: war damals boah Mega gut

00:23:56: war das halt also ein grafischer editor.

00:23:59: Du konntest den ja sowohl du kannst hier drin rumklicken und darum schieben dann hat er unten einen quälcode generiert, der in der regel sehr buggy war oder aber du hast dann quasi im quäl code gearbeitet und kannst direkt angucken was passiert denn da oben?

00:24:11: Und der hatte natürlich dann halt auch super funktion mit hintergrund aus.

00:24:15: sich so mal suchen und ersetzen ist natürlich In der Webseiten-Gestaltung natürlich das Nonplus unter, aber wenn du das nicht hast kannst dich natürlich Tod arbeiten.

00:24:23: Das macht

00:24:23: ja auch heute noch gut!

00:24:25: Ja, sehr schnell!

00:24:26: Ich hab den seit keine Ahnung, fünfzehn Jahren nicht mehr benutzt... Also das Problem ist hier immer an diesen ganzen Tools hinterher als dann HTML five und CSS three so der Standard waren.

00:24:39: Man haben diese ganzen Tools irgendwie wenig Sinn gemacht.

00:24:43: Also heute hast du wieder so eine grafische Oberfläche bei vielen Webflow zum Beispiel, ist ein ziemlich beliebt oder auch so Squarespace und solche Sachen.

00:24:51: Da funktioniert das wieder weil du von einem technischen Stand bist wo sowas wieder cool geht.

00:24:57: Macromedia war für mich jetzt als Tabellen-Layouts nicht mehr aktuell waren, war das völlig abgemeldet.

00:25:03: also Dream River konnte ich dann mit CSS nicht mehr benutzen fand ich total übel viel zu kompliziert, viel zu fact, viel too riesig.

00:25:10: Weiß nicht wie es dir ging

00:25:12: Ja, ab einem gewissen Punkt genau.

00:25:13: Also das Programm wurde zu groß aus.

00:25:15: einem Großteil der Funktionen hast du halt nicht genutzt was du aber ja im Grunde bei allen Tools hast.

00:25:21: also wenn ihr jetzt überlegst guckt dir Photoshop an.

00:25:25: Wenn ich mir heute irgendwelche Photoshop Tutorials bei YouTube angucke dann kann ich ja nur noch staunen.

00:25:30: Aber wenn Du dann irgendwie von Photoshop drei Null kommst dann nutzt Du ja quasi nur so diesen ganzen kleinen Baukasten.

00:25:36: mit den neuen Sachen beschäftigst Du Dich ja nicht Ja, also ja dein Workflow hast mit dem du arbeiten kannst und sobald ein neues Feature dazukommt.

00:25:43: Und das

00:25:45: ist

00:25:45: keine Zeit für dich da im Detail zu beschäftigen.

00:25:48: Das können die Jüngeren machen.

00:25:50: Also ich sehe das ja gegenüber von Sebastian Wenn er Photoshop benutzt und ich Photoshop benutze, ich mache dann das Foto kleiner.

00:25:59: Und Speicher ist neuer.

00:26:01: Das ist so der Funktionsumfang, den ich mir Photoshop bedrauche!

00:26:04: Wie du machst es kleiner?

00:26:05: Machst ein Screenshot an davon oder...

00:26:07: Ja ja, ich zoome raus und mach da einen Screenshot.

00:26:12: Geile Idee manchmal!

00:26:18: Das muss ich mal sehen.

00:26:19: Ich glaube ihr hattet irgendwie... Du hattest auch noch einen Companion und wie lange ging das denn?

00:26:24: Wart ihr jetzt auch nicht ganz so unerfolgreich?

00:26:27: Ne, wir hatten uns ja ein bisschen platziert als Grafikdesignbude.

00:26:31: Also bei uns ging es weniger um Produktion von irgendwas.

00:26:34: Da gab's sehr viele die das im Raum Siegerland Südwestfahrern gemacht haben.

00:26:39: Die sind ja meistens dann aus solchen Littobuden entstanden also die früher quasi gescanned und Filme oder Druckplatten hergestellt

00:26:48: haben.

00:26:48: Also was du gelernt hast?

00:26:49: Genau!

00:26:50: Und daraus sind ja quasi Produktionsagenturen geworden Und wir sind dann eher auf Gestaltung gegangen.

00:26:56: Wir wollten halt ein gutes Grafikdesign irgendwo machen, so ein bisschen angelehnt an diesen englischen Studios und diese Tomatoes

00:27:04: usw.,

00:27:05: die es ja dann so gab wo man sagt okay wir versuchen irgendwie so Mittelding zwischen Kunst um Gestaltung hinzukriegen und das hat natürlich ganz gut funktioniert weil da natürlich sagen mal allein durch die Herangehensweise anders gearbeitet hast.

00:27:20: Du hast natürlich schon versucht, irgendwo so Richtung Corporate Design zu arbeiten ohne es dem Kunden im Vorher dann zu verkaufen weil da kriegen die ja meistens einen Schlag.

00:27:30: also wenn man dann sagt naja gut ihr wollt eine Visitenkarte haben oder neues Briefpapier.

00:27:34: jetzt müssen wir uns aber erstmal über Corporate design Gedanken machen.

00:27:36: also müsste erst mal dreißigtausend Euro auf den Tisch legen Dann steigen die meisten ja aus.

00:27:40: und letztendlich war das ein bisschen unsere Qualitätssicherung im Hintergrund dass wir quasi immer so eine Art Corporates Design im Hintergrund hatten an dem wir uns dann für die nächsten Produkte dann so ein bisschen entlang hangeln konnten.

00:27:52: Und dadurch hat es natürlich eine Kundenbindung, weil sie haben natürlich gemerkt je mehr ich mit denen mache desto mehr ist das aus einem Guss und wir haben nach außen hin ein stringentes Erscheinungsbild.

00:28:03: Aber meine Frage in Sebastian hast du nicht das Gefühl dass es heute Ein bisschen einfacher ist zumindest jetzt in dem Bereich da in unserem Job, weil die meisten Leute sehr viel besser ausgebildet sind und sehr viel mehr Know-how haben.

00:28:18: In diesem ganzen Marketing Thema.

00:28:21: also sie wissen um die Notwendigkeit von solchen Dingen wie Marke Corporate Design.

00:28:27: Also ich kenne jetzt noch diese Zeit.

00:28:30: so Anfang der zweitausender war das für viele halt er braucht kein Desig Genau.

00:28:36: Und das ist heute glaube ich schon anders.

00:28:39: Ja, man bekommt auf jeden Fall mehr in der Schule mit zu dem Thema.

00:28:42: Du bist viel stärker darauf vorbereitet.

00:28:46: also du lernst ja sogar den Break-even Points zum Rechen.

00:28:55: Das gab es ja früher so nicht und Allgemein glaube ich aber, dass die gerade die Mediengestalter immer noch sehr stark fokussiert sind auf das Umsetzungsthema.

00:29:08: Aber klar, die kriegen schon ihre Basismarketing-Wissen mit.

00:29:16: Was mir manchmal ein bisschen fehlt... Die sind heute in einer ganz anderen Welt unterwegs und du kriegst immer wieder mal so Momente der Vergangenheit drüber gereicht.

00:29:26: Ich hatte vor, das ist noch gar nicht so lange her Vielleicht vier Jahre oder so.

00:29:31: Da haben wir für einen Kunden eine Website gemacht und ich hab die gefragt, ob sie mir bitte ihr Logo schicken können?

00:29:40: Und das dauerte ein bisschen... ...und dann haben die mir ihr Logos geschickt und ich bekam das per Post!

00:29:49: Das war nämlich auf Folie.

00:29:53: Also aus deinem Thema.

00:30:00: Das war ein Heiligtum bei denen.

00:30:01: Die hatten das einmal auf ne Folie und dann habe ich erst mal gedacht, okay wie gehe ich denn überhaupt auf den Domians?

00:30:12: Und dann haben wir das in Illustrator vectorisiert.

00:30:15: Per Klick

00:30:17: Ja so halb.

00:30:18: So musste es schon ein bisschen schieben noch aber am Ende eigentlich perfekt umgesetzt Wollten unbedingt dann auch ihre Folie zurück haben.

00:30:29: Ja, das war ja damals jetzt so meine Ausbildungszeit, weil da es ja Gang und Gebe.

00:30:32: Das heißt du hast ja quasi deine Rehprovorlage.

00:30:34: So hieß dass also was du bekommen hast, eine Rehprovorlage die du Anfang der neunziger Jahre dann unten auf die Kamera gelegt hast um dich zu vergrößern oder natürlich später.

00:30:44: das war dann so die Hauptaufgabe meiner Ausbildung Zeit zu vectorisieren.

00:30:48: Und das ging halt nicht per Klick sondern du hast das Ding gescannt und dann bist du dann quasi so... Knotenpunkt für Knotempunkt, da dran entlang gegangen.

00:30:57: Hast dann diese tollen Besierkurven gezaubert und der Anspruch war natürlich so wenig Knotepunkte wie möglich da reinzukriegen weil kleine Dateigröße, das war ja damals, spielte das noch eine Rolle Und wir hatten damals in der Siebdruckerei sehr viel mit Brauereien zu tun die dann halt dieser aufwändigen Wappen hatten Mit Gold und allen Pipapo Und die haben uns dann halt auch immer diese Repo-Vorlagen geschickt.

00:31:23: Das war ja quasi die schwarz-weiß Umsetzung von dem Ding und das musstest du digitalisieren, und die ganzen anderen Farben musstest Du natürlich entsprechend anlegen.

00:31:30: Und das war so erstmal eine Woche mit Beschäftigten.

00:31:33: Man muss sich das ja ein bisschen vorstellen wie ein Tageslichtprojekt.

00:31:36: Genau!

00:31:38: So

00:31:38: sieht es aus.

00:31:39: Ja und heute ist es tatsächlich einen Klick auf Nachzeichnen und Illustrator macht erst mal und dann hast Du die Möglichkeit Mittlerweile auch, das gibt es auch noch nicht ganz so lange.

00:31:51: Seit zwei Jahren oder so wirklich die Vektorpunkte zu reduzieren über eine extra Funktion wo du dann einstellen kannst wie viele Punkte sollen denn noch erhalten?

00:32:04: Also der Tageslichtprojektor, die ganzen Schüler in Nordrhein-Westfalen kennen das noch aus ihrem täglichen Unterricht also im Süddeutschland glaube ich nicht mehr.

00:32:12: hier in Nordhain-Westfalien kennen sie das noch.

00:32:16: Hol mein Overhead Projekt.

00:32:23: Ganz cool ist ja, wenn man jetzt überlegt du hast bei vielen Sachen warst du wirklich einer der ersten die irgendwie ein Business da so hatten also Du hast gelernt in einer Druckerei und dann hast du dich selbstständig gemacht was eine der Ersten die Webseiten gebaut haben

00:32:46: Also in unserem Netzwerk natürlich,

00:32:48: also

00:32:48: ich bin jetzt kein Programmierer oder so.

00:32:50: Ja schon klar!

00:32:53: Aber ihr wart halt einer der ersten Firmen die das dann auch so angeboten haben und dann nach ein paar Jahren warst du einer der Ersten die hier so in der Region Filmfirma gegründet haben?

00:33:11: Ja, zumindest haben wir versucht die Filmproduktion anders zu denken.

00:33:14: Also was jetzt hier in Südwestfalen sagen wir mal sehr stark war, war ja nicht so unbedingt diese Image-Filmproduktion sondern da ging es ja sehr viel um Industriefilmen.

00:33:25: Kennen wir alle?

00:33:26: Diese knetenlangen Prozessbeschreibung wurde dir dann eine Maschine von vorne bis hinten anguckt und dann dauert das fünfzehn Minuten.

00:33:36: Als wir dann diese Filmproduktion gegründet haben, waren das natürlich auch hauptsächlich unsere Kunden.

00:33:41: Die kamen ja aus dem Industriebereich oder Maschinenbau oder irgendwas auf jeden Fall.

00:33:44: die wollten ja ihre Produkte zeigen und vor allem ihre Prozesse beschreiben Und da kommt man natürlich sehr leicht dazu das dokumentarisch zu machen.

00:33:54: und da wollten wir natürlich anders dran Weil wir natürlich aus der Marketing-Ecke kamen und sagen ja okay, aber ihr müsst euren Grund hier nicht unbedingt im Detail erklären wie die Maschine funktioniert.

00:34:03: Das weiß er ja!

00:34:03: Der ist ja selber Ingenieur und hat mit denen vorher in den Gesprächen alles durchgekaut was die Maschinen technisch kann.

00:34:10: Ihr müsst ja quasi jetzt diesen letzten Schritt machen den emotional zu packen und dass er ein gutes Gefühl kriegt.

00:34:16: Er hat jetzt hier die richtige Entscheidung getroffen und deswegen haben wir natürlich versucht den Industriefilm Emotionaler zu machen.

00:34:24: Schnelle Schnitte, Musik drauf, Sounddesign drauf und es gar nicht darum jetzt im ersten Linien geht quasi so ein Produktionsprozess von vorne bis hinten zu begleiten sondern diese Maschine einfach sexy zu machen also diese Tonnen von Stahl die da in irgendeiner Industriehalle stehen einfach so zu gestalten und inszenieren dass der Kunde dann hinterher sagt das hätte ich aber gerne auch mal bei mir in der Halle stehen Also jetzt ein bisschen zugespitzt und das war am Anfang gar nicht so einfach.

00:34:58: Ich kann mich dann an diesen ersten Industriefilmjob ganz gut erinnern, wo wir eigentlich durch Zufall dran gekommen sind weil der Kunde sagt ich habe hier eine Maschine in einer Halle stehen die muss am ersten Januar ausgeliefert werden.

00:35:13: ihr habt quasi nur Silvester Zeit, die zu filmen.

00:35:21: Aber da wir unbedingt bei den Gründen rein wollten, haben wir natürlich gesagt das machen wollen.

00:35:25: Und meine Aufgabe damals als Geschäftsführer und auch Gesellschafter von der Produktionsfirma war dann jemanden zu finden, der nicht so aus dieser klassischen Dokumentationsindustrie Film-Ecke kommt sondern eher aus dem Spielfilmbereich.

00:35:40: Ich habe lange rumgesucht und hab natürlich dann aus dem Raum Köln, weil es ist ja naheliegend, weil da sind sie alle die ganzen Kameraläute und Regisseure jemanden gefunden, der sich das vorstellen kann.

00:35:49: Sich auch mit so einem Stück Stahl zu beschäftigen und dann haben wir das Ding gefilmt.

00:35:55: Und die herrste Herausforderung für uns damals war natürlich dass er mit dem Fotoapparat kam.

00:36:01: Der kam mit einer EOS-Fünf D und hat natürlich da die Möglichkeiten hat mit entsprechendem Objektiven vorne drauf natürlich auch einen entsprechenden Look zu gestalten.

00:36:13: Dass er halt nur ganz geringe Schärfenbereiche hatte Und er kam damit ein Kran, das heißt wir konnten dann um die Maschine drum rum und so weiter.

00:36:20: Das gab natürlich von vornherein irgendwie einen ganz anderen Look und eine ganz andere Dynamik weil man natürlich Kamerafahrten machen kann, die du vorher nicht kannte.

00:36:28: Also das ist ja mal der klassische Industriefilmer, der hat seine Kamera aufs Stativ gestellt und hat dann so langsam wie möglich von rechts nach links geschwenkt.

00:36:39: Das war es mehr, also mehr Dynamik gab's ja da nicht.

00:36:43: Und wir hatten dann damals extra noch einen Toningenieur mit dabei, der dann hinterher nochmal mit Mikrofon an jede Maschine also jedes Bauteil was irgendeine Bewegung und dann Geräusch macht.

00:36:52: Dann gegangen ist um die Töne zu digitalisieren.

00:36:55: und ja dann gab es irgendwann den Rohr-Schnitt In der entsprechenden Unternehmen gab's dann im Büro des Geschäftsführers, gab es dann einen Termin.

00:37:07: Und da waren die ganzen Vertriebsingenieure und die ganze Abteilungsleiter saßen dann da und wollten jetzt sehen was wir denn da gezaubert haben.

00:37:14: Wir haben für ihre Verhältnisse ein relativ hohes Budget dafür gekriegt... ...und dann kam einer der Chefs und fragte dann so danach wie lang ist der Film geworden?

00:37:23: Wie viel habe ich denn jetzt für mein Geld

00:37:25: gekriecht?!

00:37:26: Eine Stunde?

00:37:27: Ja, ich hab gesagt, momentan sind wir bei dreißig Sekunden.

00:37:30: Natürlich ist der Dänster vom Stuhl gefallen und hat sich total aufgeregt.

00:37:35: Dann haben wir den Film dann gezeigt und er war tatsächlich für die Dreißigseekunde lang.

00:37:40: Aber im Grunde war das wie so ein Videospot... ...für diese Maschine.

00:37:45: Und dann war der Film halt zu Ende und da war dann Schweigen im Raum weil die sowas haben hier vorher noch nicht gesehen.

00:37:50: Das waren damals die Initialzündungen also diesen Industriefilmen quasi eher als Inszenierung der Maschinen zu gestalten.

00:37:57: Und da waren wir hier im Raum schon so mit die ersten, die das gemacht haben.

00:38:02: Und dann später natürlich mit der entsprechenden Digitalisierung und auch damit dem Internet... Da kamst du ja dann als Leiter der Digitalabteilung in der entsprechender Agentur dazu,

00:38:14: wo man uns kennengelernt hat.

00:38:16: Genau, wo wir natürlich sehr eng zusammengearbeitet haben und haben dann zum Beispiel auch Konzepte gemacht, wo sie komplette Filme dann im Web interaktiv waren.

00:38:23: Ja, das heißt du hattest natürlich dann der Film lief und... ...hatte es dann quasi in dem Film entsprechende Schaltflächen wo du dann weiter springen konntest.

00:38:31: Also filmen lief nicht von vorne bis hinten Sondern du konntes mittendrin dann umspringen usw.

00:38:35: Das war natürlich schon...

00:38:38: Damals war das der heiße Scheiß.

00:38:40: Heute

00:38:40: kannst du ja mit keinen Schnitzel mehr vom Teller ziehen.

00:38:43: Ja

00:38:44: gut, aber damals war's geil!

00:38:45: Das war einfach verwandert, die zehner Jahre oder so, ne?

00:38:50: Da musste ich schon ein bisschen gehinschmalz drauf verbrennen, wie du das denn hinkriegst.

00:38:55: Das war aber auch der Zeitraum.

00:38:58: da hast Du den Rudi kennengelernt weil Du warst damals dann der Chef am Rudi

00:39:04: Richtig genau.

00:39:05: also.

00:39:05: das lief ja damals so dass sie die Agentur hatte quasi eine Filmabteilung und die wollten Sie ausgründen in einer eigenständige GmbH Und

00:39:15: ich

00:39:15: bin da irgendwie an die Agenturen gekommen weil wir deren Webseite produziert haben damals Und da kam dann natürlich irgendwann mal in Kontakt.

00:39:28: Irgendwie kam die Frage, kannst du dir nicht vorstellen, die GmbH auszukründen?

00:39:34: Ja, ich bin schon gut.

00:39:37: Im Film hatte ich eigentlich nie was zu tun, fotografieren konnte ich aber warum nicht?

00:39:42: und dann bin ich eingestiegen Und hab dann ja quasi die jeweiligen Mitarbeiter, die damals in dieser Abteilung gearbeitet haben als eigenständige Mitarbeiter in die GmbH habe gekommen und da war damals sehr Rudi mit dabei.

00:39:53: Genau!

00:39:55: Also was man festhalten muss... Du warst selten derjenige der umgesetzt hat sondern deine Aufgabe war immer Dinge so ans Laufen zu bringen.

00:40:10: also du warst meistens so der.

00:40:12: das hatte ich zumindest relativ schnell so im Gefühl, als wir uns kennengelernt haben.

00:40:17: Du warst immer der, wo so Strippen zusammen liefen und wenn ich irgendwie einen bräuchte, der ein Problem löst dann bin ich zu dir gegangen nicht weil ich wusste dass du das Problem lösst sondern weil ich wüsste du kennst jemanden der das lösen kann.

00:40:31: Ja das kommt natürlich auch so ein bisschen durch diese Historie in der Druckindustrie.

00:40:34: also du hast natürlich sehr schnell mit Projektmanagement zu tun Und das sagst du ja auch, also du denkst ja hinterher dann auch in entsprechenden Projekten.

00:40:43: jetzt im Marketingbereich bist du ja quasi immer am Abwägen.

00:40:48: Was kommt dann?

00:40:48: Wann welcher Schritt muss welche vor welchem gemacht werden?

00:40:51: was passiert wenn das nicht funktioniert?

00:40:53: haben wir dann planabcde und das haste ja quasi alles im Kopf und was natürlich dann hinterher dazu kam.

00:41:00: ich denke mal dass es dann halt auch eine Stärke von mir im Kundengespräch, dass ich die Leute halt sehr schnell verstehe und weiß was sie wollen oder was sie ticken.

00:41:08: Und wie Sie ticken!

00:41:10: Das ist natürlich dann auch so eine gewisse Dynamik, die wir ja hier haben in einem familiengeführten Mittelstand Wenn du da mal ein bisschen reinhorst.

00:41:21: Die haben intern auch gewisse Dynamiken und das ist schonmal vom Vorteil wenn du das verstehst.

00:41:26: Also wehen musst du jetzt quasi... mit dem Projekt unterstützen, damit er sein Standing halten kann.

00:41:32: Oder was braucht der um quasi auch interne Akzeptanz zu bekommen?

00:41:37: Das ist ja meistens schon mal fast wichtiger als nach außen hin in irgendeiner Art und Weise Richtung Kundenmarketing zu machen.

00:41:43: Sondern das war dann im Zuge von der Digitalisierung und Industrie vier Null.

00:41:49: Das war immer so ein Punkt, als auf einer Hannover-Messe war das, glaube ich, Angela Merkel die das damals ausgerufen hat, ich glaub, es war im Jahr dass Industrieviernull quasi der letzte Rettungsanteil der Anker, der deutschen Industrie ist.

00:42:01: Sonst würden sie untergehen und auf einmal alle dann wie die kopflosen Hühner durch die Gegend gelaufen sind.

00:42:06: Was bedeutet das denn?

00:42:07: Was müssen wir jetzt

00:42:08: machen?".

00:42:09: Und sagen wir mal, der gesunde Mittelstand dann immer so ein bisschen Ingenieurs-Lass sich da dran gegangen ist und sagt ja, woher Vertrieb brüht ihr das Tablet?

00:42:17: So!

00:42:18: Dann ist es digital.

00:42:19: aber letztendlich bedeutet Digitalisierung ja häupst dich auch in... kulturellen Bruch in so einem Unternehmen.

00:42:27: Also was muss ich dann quasi für eine Unternehmenskommunikation haben?

00:42:31: Wie arbeiten die Abteilungen miteinander, wie kriege ich denn den Kollegen der unten in der Montage sitzt mit dem Ingenieur da oben zusammen an einen Tisch?

00:42:40: ja damit sie die Fehler nicht dreinzwanzig mal machen und das hat ja was... Das ist ja eigentlich die Digitalisierung.

00:42:46: also eher die Vernetzung der Mitarbeiter zu optimieren, damit sie halt effizienter werden.

00:42:52: Das

00:42:52: mussten ja viele dann schmerzhaft während der Corona Zeit erfahren, dass man da Lösungen finden muss.

00:43:00: Also das Mitarbeiter auch mal miteinander sprechen können und sich sehen können ohne vor Ort zu sein.

00:43:07: Es war etwas... Da waren wir beiden damals in Tutsing bei der evangelischen Akademie.

00:43:13: War eine ziemlich coole Veranstaltung sehr viele Gewerkschaftsleute da.

00:43:18: Da haben wir beide ja mal was gesagt zum Thema Kollaborationen Und da ging es halt auch um diese Digitalisierung und Kollaboration.

00:43:27: Das ist im Grunde genommen in erster Linie gar keine technische Herausforderung ist, weil du hast ja irgendwie Leute so eine Technische Herausforderungen kannst du lösen das hast du gesehen sagst du jetzt gerade zum Beispiel bei der Corona Zeit wo du dann gezwogen wirst irgendeine Lösung einzuführen die es den Leuten ermöglicht am Home Office zu kommunizieren.

00:43:45: So schnell wurde ja noch nie irgendeine Lösung beim Bestand eingeführt, wie Teams zum Beispiel.

00:43:50: Das ging sehr, sehr schnell.

00:43:53: bei uns gings halt eher darum dass wir gesagt haben die bin ich auch übrigens heute noch voll von überzeugt weil es immer noch stimmt kulturell stimmts in den Unternehmen nicht.

00:44:05: also das heißt man muss kulturel und von deinem Mindset her in dem unternehmen bestimmte dinge ändern sonst funktioniert diese zusammenarbeit die du halt auf so einer digitalen ebene brauche also die iraschen abschaffen eigenverantwortung der mitarbeiter und soweit dann sofort führungen mal anders denken.

00:44:25: also in den unternehmen ist halt keine militärische einheit wo dann befehle von oben nach unten runtergekotzt werden.

00:44:34: Also sowas, also das war dann zu dem Zeitpunkt mittlerweile so ein New Work ist ja mittlerweile auch schon wieder ein Unwort.

00:44:41: Aber vieles davon ist ja richtig und heute wichtiger denn je.

00:44:47: Waren wir damals vielleicht nicht die Ersten aber waren doch schon in unserer Region welche, die das sehr früh propagiert haben?

00:44:57: Das war immer unser Schnittpunkt, diese Kollaboration, Zusammenarbeit, Digitalisierung Diese kulturelle Veränderung unternehmen, da haben wir beiden immer sehr viel drüber nachgedacht.

00:45:09: Ja vor allem war das dann halt auch immer so wichtig.

00:45:11: wenn man dann Neukunden hatte habe ich immer sehr gerne Führungen durch das Unternehmen gemacht.

00:45:17: Das war ja dann so nach dem Motto wollen sie uns mal kennenlernen und selbstverständlich möchte ich es nicht mal kennen lernen Und dann ist man natürlich mal losgelaufen.

00:45:23: Dann wurde dann natürlich erstmal hier so schön Hier ist der Showroom usw.

00:45:28: Interessierte mich meistens nicht so, für mich war es dann immer so interessanter.

00:45:31: Wie sieht's da unten im Maschinenraum aus?

00:45:32: Also wie funktioniert das denn da unten richtig in der Montage, wo die Jungs rumlaufen und müssen da im Mehrschichtbetrieb quasi das Produkt erzeugen?

00:45:41: Und was ist dafür eine Stimmung?

00:45:43: Das nimmt man ja relativ schnell auf, wie das so funktioniert Oder dann hinterher, je nachdem was du für ein Projekt hattest und hast dann irgendwie Workshops gemacht oder wie auch immer.

00:45:53: Dann kommst du ja sehr schnell an diese Reibungspunkte die alle haben.

00:45:57: Und es wegenwundert mich das wenn du sagst dass das heute immer noch ein Problem ist weil ich sage mal das ist jetzt bei mir auf schon gute zehn, fünfzehn Jahre her als ich das gemacht habe.

00:46:06: Dass man sich so stringent weigert das irgendwie anzunehmen.

00:46:09: Vielleicht ist es auch eine Unfähigkeit das zu ändern?

00:46:14: Ja ich glaube dieses momentan Haben die Unternehmen ja, oder ich sag jetzt mal wie in Deutschland haben wir es momentan so eine Angstkultur.

00:46:25: Weil die Leute sich halt nicht sicher sind in welche Richtung das geht und... Ich glaube, das ist halt so das große Problem.

00:46:33: Weil wenn du dann Angst hast, dann fragst dich ja was hat denn früher funktioniert und versuchst dich auf Lösungen irgendwie zu konzentrieren die damals mal funktionieren haben in einer Umgebung, die dafür überhaupt gar nicht mehr geschaffen ist?

00:46:46: Also um dich rum hat sich alles weiterentwickelt aber du möchtest dann gerne noch Diesel fahren.

00:46:53: Kannst ja auch Diesel fahren!

00:46:54: Aber vielleicht in zehn Jahren nicht mehr und davon musst du heute etwas tun damit es sich ändert.

00:46:58: weil sich um dich herum alles verändert ist für viele Unternehmen noch ein Problem.

00:47:04: Also manche Unternehmen sind trotz dieser ganzen Umwälzungen immer noch sehr erfolgreich und das sind ja nicht nur Konzerne oder weniger Konzerner, sondern vor allen Dingen der Mittelstand weil du da halt Entscheidungen treffen kannst sehr schnell und sehr schnell dann auch Veränderung einführen kannst viel aber auch nicht.

00:47:25: Und ich glaube dass hat mit dieser Angst zu tun So konservativ auf Dinge zurückziehen, die mal funktioniert haben.

00:47:34: Die heute aber in der sich verändernden Umgebung halt nicht mehr funktionieren.

00:47:38: Ja wobei das ja eigentlich der erste Gedankenfehler ist.

00:47:40: Also quasi in so eine Angstsituation oder in so einer Duldungsstarre zu gucken was war denn in der Vergangenheit gut?

00:47:46: und dann mache ich dass weil das kann ich anstatt einfach mal sich zusammenzusetzen und zu antizipieren was kann denn in Zukunft funktionieren?

00:47:53: ... mutiblen Krisen, auf die wir zurauschen sind ja eigentlich bekannt seit Jahrzehnten.

00:48:02: Also das ist ja jetzt nicht dass irgendwas wieder neu aufgelobt.

00:48:05: Das kann man in wissenschaftlichen Abhandlungen seit den letzten dreißig Jahren lesen was auf uns zukommt.

00:48:12: Nur mal muss es dann halt auch irgendwann mal annehmen.

00:48:15: Ja ich glaube diese... Dass du so alte Entwicklungen hast, die du jetzt so nicht vorhersehen konntest?

00:48:21: Ja gut!

00:48:22: Das ist ja immer so.

00:48:24: Wenn ich mir jetzt zum Beispiel eine Kunde von uns Bosch Brauerei, die gibt es jetzt irgendwie seit ein paar Jahren irgendwas.

00:48:30: Jetzt mag man sich mal vorstellen in einem Geschichtsbuch, mal gucken was in den letzten drei Hundert Jahren wo es diese Brauerei gibt?

00:48:36: Die ist immer noch im Familienbesitz und in der x-ten Generation immer noch einen Bosch.

00:48:41: Was da passiert ist!

00:48:43: Und dieses Unternehmen gibt's heute auch noch trotz der ganzen Sachen die da passiert sind.

00:48:51: Ich glaube das hat viel damit zu tun, dass der Mittelstand an sich bei uns in Deutschland sehr resilient ist.

00:48:58: Nicht nur dadurch, dass er sagt ja wir machen aber jetzt wie wir es immer gemacht haben sondern dass er natürlich auch in der Lage ist immer Chancen zu sehen und sehr schnell auf Veränderungen zu reagieren.

00:49:10: Das war ja eigentlich so.

00:49:12: Zum Beispiel im zweiten Weltkrieg haben wir dann halt für die Amerikaner, die ja in Korea da Kriegsgeführten haben, an Landwirtschaftsmaschinen gebaut.

00:49:19: Keine Ahnung!

00:49:21: Das ist halt so.

00:49:22: ein Punkt der uns immer stark gemacht hat und ich glaube durch diese Angst-Situation unserer Gesellschaft geht das gerade so ein bisschen... Wir fahren alle mit so einer Handbremse.

00:49:32: Müssen eigentlich sagen, komm'n geil jetzt greifen wir noch mal an weil die Voraussetzungen sind eigentlich gar nicht so kacke oder?

00:49:39: Ja, das ist so.

00:49:40: Das ist ja auch meine Erfahrung, dass der Mittelstand wenn er muss sehr schnell reagieren kann und sehr innovativ ist und sagen wir mal da auch ein entsprechendes Niveau auf die Straße bringen.

00:49:51: also keine Frage.

00:49:53: nur letztendlich ist es eine Frage dann so eine Kultur zu etablieren im Unternehmen, dass das quasi einen dauerhafter Zustand wird sich immer zu verbessern Und nicht immer nur oh Scheiße jetzt sind gerade die Vertriebszahlen Mist.

00:50:04: Jetzt müssen uns was Neues überlegen sondern so ein Dauerzustand zu etablieren, dass man immer versucht wieder irgendwie was Neues, was Innovatives zu machen.

00:50:14: Ohne direkt einen Markt zu sehen oder irgendwie das auf einer Kundenanfrage beruht?

00:50:22: Ja es funktioniert natürlich nicht wenn du... ich sag jetzt mal so diese... Du sitzt in deinem Palast als der oberste Herrscher und Du hast die Weisheit und alle unter dir haben nichts zu melden.

00:50:40: Es ist natürlich nicht zuträglich für so einen Prozess.

00:50:49: Was ihr aber auch ganz spannend fand, wir waren gerade bei diesem Thema... du hast ein Film gemacht.

00:50:54: Rudi, das kann sich jetzt jeder noch mal unsere erste Folge anhören, da taucht er

00:51:00: auch.

00:51:00: Er erzählt ja aus seiner Sicht Da habt ihr also so gerade so in südwestfalen hier wart ihr schon wart ihr, schon einer der innovativeren film.

00:51:15: Wir haben also relativ viel miteinander verquickt.

00:51:18: wir haben dann irgendwann dreideh gemacht werden.

00:51:20: drei d animation natürlich dann gemacht wird man sagen auf dem relativ hohen niveau.

00:51:25: Wir haben uns relativ schnell an VR dran getraut.

00:51:29: Damals, gut war die Hardware natürlich im Vergleich mit heute ziemlich kacke.

00:51:34: Da hat es so eine VR-Brille, wo du einen Samsung Smartphone drin einklicken konntest und da lief dann quasi ein Videoplayer drauf ab und musste es dann umständlich noch irgendwie die Kopfhörer dran montieren

00:51:47: usw.. Als ich in die Agentur kam, war Augmented Reality.

00:51:52: Ja genau!

00:51:53: Richtig.

00:51:53: Haben wir auch mal so ein Projekt gemacht, fand ich mega cool.

00:51:57: Da haben wir dann glaube ich irgendwie zehn Jahre zu früh und die Kunden hatten da keinen Bock drauf.

00:52:02: Mittlerweile ist das Standard aber das war gut ja.

00:52:06: Wir haben damals in der Filmproduktion einen Adventsspiel gemacht.

00:52:11: Dann kriegst du so einen Marker?

00:52:13: Das war hier so ein QR.

00:52:15: Code, wo man von irgendeinem so ein Muster halt.

00:52:17: Und das musste es in die Webcam halten und dann spielte dann quasi auf dieser Karte, wo dann das Muster war, das entsprechende Filmchen ab.

00:52:23: Genau.

00:52:24: Das haben wir dann quasi in der Adventszeit jeden Tag geändert.

00:52:27: Die konnten dann quasi jeden Tag davor gehen und sich dann so ein neues Filmchen angucken.

00:52:32: Hat Riesenlaune gemacht aber hat natürlich keinen interessiert.

00:52:35: Ja, das war irgendwie keine Ahnung, im Jahr zwei Tausendzehn oder noch früher zwei neun?

00:52:41: Wie du schon sagst, da waren wir einfach fünfzehn Jahre zu früh!

00:52:44: Ja, das Geilste war dann... Das hat in dieser ganzen Prinz-Szene ja so total weirde Blüten getragen.

00:52:52: Weil Internetleitungen in Deutschland und auch in Resteuropa waren noch nicht so geil, dass du jetzt so alles streamen konntest.

00:52:59: Und da gab es damals so Printprodukte, da waren so kleine komischen Displays drin.

00:53:04: Arschteuer!

00:53:05: Weißt du's noch?

00:53:05: Stimmt Ja,

00:53:06: ganz fürchterlich.

00:53:07: Also auch von so'n Nachhaltigkeitsgedanke, ja?

00:53:09: Ganz fürchterlig!

00:53:11: So ein Wegwerftisplay... Da kann ich mich noch daran erinnern hat sich zum Glück nie durchgesetzt.

00:53:17: und das war dann der Versuch im Print halt nochmal irgendwie Kohle zu verdienen mit Bewegbild.

00:53:25: Es hat nicht funktioniert.

00:53:30: Und dann ist aber was passiert?

00:53:32: Also, du hast einen Job gelernt.

00:53:36: Der schon... Tod war?

00:53:39: Ja der schon Tod war.

00:53:40: Du hast noch gelernt das.

00:53:42: Warst dann einer der Ersten die sich wirklich in den Südwestfalen um das Thema digitale Kommunikation gekümmert haben und was das natürlich noch erweitert mit dem ganzen Bereich drei D- und Film.

00:53:56: Und dann hast du irgendwann gesagt ja ne jetzt mach ich was völlig anders.

00:54:03: Genau, dann bin ich Bauer geworden.

00:54:09: und da aber auch noch mal mit dieser typischen Herangehensweise zusammen mit deiner Frau zu sagen okay wir machen jetzt nicht irgendwie Bauer je Bauer da sondern wir überlegen uns natürlich erst mal was macht denn jetzt überhaupt wirtschaftlich erstmal Sinn?

00:54:31: Es war ja im Grunde so, dass die Eltern meiner Frau haben einen Bauernhof.

00:54:37: Und in den Sechziger Jahren wurde das ein Aussiedlerhof gebaut.

00:54:42: Klassisch konventionelle Milchwirtschaft.

00:54:44: und letztendlich war dann irgendwann mal die Frage von meinem Schwiegervater, will denn irgendjemand meiner Kinder?

00:54:52: Also meine Frau hat noch eine Schwester irgendwie übernehmen.

00:54:56: oder soll ich mir langsam Gedanken um die Vermarktung machen von dem Ganzen?

00:55:01: Meine Frau ist die Agrar-Engineering, also sie hat Agrarwissenschaften studiert im Bonn und hat dann mehrere Jahre bei der CMA gearbeitet.

00:55:09: Also da auch wieder diese Schnittstelle zum Marketing, ja?

00:55:11: CMA, zentrale Marketing-Eigertür der Agrarwirtschaft.

00:55:14: Fleisch ist ein Stück Lebenskraft, die Milch machts und so kennt man vielleicht noch als

00:55:18: boomer Kind.

00:55:19: Ja, muss man aber sagen... Die hatte schon einen geilen Job!

00:55:24: Ja, also zumindest Zugriff auf Geld.

00:55:28: Das wurde ja damals quasi über die Bauern finanziert.

00:55:31: Da konnte es natürlich schon ein bisschen Budget in der Gegend rumschieben.

00:55:36: Das war natürlich schon angenehm und das wurde aber dann im Grunde zwischen, ja sagen wir durch die ganzen EU-Rectimationen wurde das natürlich dann irgendwie so ein bisschen gekillt politisch, ein bisschen unterdrückt weil sie hatten auch hinter Schwierigkeiten zu sagen naja ein deutsches Produkt ist natürlich besser als das französische auf dass das natürlich unter dem Strich immer rauskommt weil du musstest deine deutschen Produkte nach vorne stellen Und dementsprechend wurde das natürlich dann irgendwann mal so ein bisschen schwierig.

00:56:05: und letztendlich wurden die CMA noch aufgelöst, also sie gibt es ja gar nicht mehr.

00:56:09: Geht es nicht?

00:56:11: Nee, gibt's nicht mehr, ist auf.

00:56:14: CMA-Gütezeichen gibts nicht, jetzt

00:56:16: kein

00:56:16: Fleisch mehr.

00:56:18: Also wenn du das noch siehst irgendwo würde ich sagen okay, das ist jetzt schwierig.

00:56:25: Einmannpackung vielleicht?

00:56:27: Ja!

00:56:28: Letztendlich hat sie gesagt, ich komm zurück Ich entwickelte den Hof weiter und da war natürlich die Frage, welche Richtung.

00:56:35: Also mache ich jetzt mit dem klassischen Milch-Erzeugen weiter?

00:56:39: Das bedeutete du müsstest vergrößern, du musstes neue Technik anschaffen hast dann einen gewaltigen Invest an neuen Stallungen, an Melktechnik Du müsstest deine Herde vergrössern und

00:56:51: Preisdruck ohne Ende

00:56:53: Genau.

00:56:53: Und letztendlich ist ja dann so die Frage, verschulde ich mich auf zwanzig Jahre, dreißig Jahre mit einer gewaltigen Summe wo mir keiner garantieren kann dass sich auf Dauer das Geld auch von den Molkereien kriege?

00:57:06: Also es gab damals in der Wirtschaftsberatung von der Landwirtschaftskammer wurde das ja alles durchgerechnet.

00:57:11: also wir wollten ja im Grunde dann sagen okay machen weiter Milch nur größer und da haben sie dann quasi einen Milchpreis von fünfdreißig Cent angesetzt.

00:57:20: Aber wer garantiert ihr denn die nächsten dreißig Jahre, dass sie die Christ.

00:57:23: Wir waren damals als wir da überlegt haben, haben wir bei neunzehn Cent und dann haben wir gesagt man hat überhaupt keinen Sinn.

00:57:29: ja also das weil du konntest den Preis nicht selber bestimmen.

00:57:34: das ist ja bei diesen

00:57:35: Ja

00:57:35: Konzepten, wenn du mit irgendwelchen Molkereien oder auch mitstimmst.

00:57:39: Also quasi, wenn Du für den Weltmarkt produzierst hier in Deutschland kannst Du den Preis nicht bestimmen weil Du natürlich immer an dem Weltmarktpreis gebunden bist.

00:57:45: Muss man jetzt mal im Hinterkopf behalten wenn Du ja sagst, neunzehnt Cent.

00:57:48: jeder der jetzt weiß wie viel die Milch jetzt im Supermarkt kostet dass worüber wir sprechen das ist irgendwie jetzt fast zwanzig Jahre her.

00:57:55: Genau!

00:57:55: Das war Anfang der zweitausender Jahre.

00:57:57: Sag mal was kostet die Milchs?

00:57:59: Neunfünfzig sechzig Cent.

00:58:02: Ich hoffe, dass die teurer ist.

00:58:07: Ja also ich kenne den komventionellen preis da bin nicht so im thema aber wie im bio hoch sind und er kennt natürlich schon eher die preise Aber keine ahnung.

00:58:15: also ich weiß das her.

00:58:16: Milch Auszahlung spieße also das was beim bauern jetzt ankommt der liegt bei knapp vierzig cent.

00:58:20: Habe ich jetzt hier diesen Moment von der Ricada lang, die sich wegen irgendwelchen Einkaufspreisen total blabniert in einem Interview.

00:58:29: Ich kann das so mit rechtfertigen dass wir kaufen überhaupt gar keine Milch mehr.

00:58:34: also tja

00:58:35: ach guck

00:58:36: mal.

00:58:36: Achtunddreißig bis zweinvierzig Zentil Kilogramm.

00:58:39: Ja aber das ist das was ihr Bauern kriegt.

00:58:41: genau für was das dann hinter dem Regal steht das weiß ich nicht.

00:58:45: denke mal ein Euro bisschen mehr.

00:58:47: Was kostet ein Liter Milch?

00:58:48: Google sagt einen Euro fünf.

00:58:51: Ja, aber neun ... der ist jetzt bei achtunddreißig Cent.

00:58:56: also jetzt zwei tausendsechsundzwanzig.

00:58:58: du reist so Mitte der zweitausender müsste das gewesen sein.

00:59:03: So viel zum Thema wer jetzt diese Preisentwicklung in den letzten zwanzig Jahren mal verfolgt hat.

00:59:08: Geht immer hoch und runter.

00:59:09: Also zumindest war es damals für uns keine Ausgangslage wo wir sagen konnten dort hört sich gut an.

00:59:14: Das machen wir mal.

00:59:15: Und da haben wir dann halt versucht, wenn wir den Preis selber gestalten wollen müssen wir in die Direktvermarktung gehen.

00:59:24: Das ist im Milchbereich sehr aufwendig weil du musst das ja veredeln.

00:59:27: Du musst Quark machen, du musst Joghurt machen und Käse machen.

00:59:32: Was jedes für sich ein eigenes Handwerk ist teilweise ein eigener Meisterberuf.

00:59:39: Aber macht ihr das?

00:59:41: Nee, wir haben ja damals gewechselt.

00:59:43: Wir haben gesagt dann ist die Milcherzeugung offensichtlich nicht mehr unser Pferd auf das wir setzen müssen, sondern wir wollen auch Fleisch gehen.

00:59:49: Ach so, ihr habt komplett gar keine Milche zu geben?

00:59:51: Genau!

00:59:52: Wir haben alles dann dran gegeben und haben uns dann die erste Angusherde gekauft.

00:59:58: Also wir haben Angus als Rasse, die bekannt ist für eine sehr gute Fleischqualität oder

01:00:05: als Gitarist von SEDC.

01:00:14: Die züchten wir.

01:00:16: Wir haben jetzt so knapp neunzig Tiere bei uns auf dem Wiesen rumlaufen und vermarkten das Fleisch dann über unseren eigenen Hofladen, den wir dann im Jahr zwei Tausend Achtzehn aufgemacht haben.

01:00:29: Und wie du dann halt auch schon gesagt hast ... Du machst ja natürlich Gedanken Wie positionierst du so einen Hof?

01:00:40: Das Problem haben wir damals ja auch schon gekannt.

01:00:43: ganzen Bauernhöfe ja so ein bisschen anonymisiert sind.

01:00:46: Also die Leute im Dorf, die kennen die Leute nicht.

01:00:48: Die kennen immer nur die riesigen Traktoren und ärgern sich darüber, dass sie sechs mal im Jahr die Gülle auf die Wiesen geschmissen kriegen und es stinkt!

01:00:55: Der wehre Eigenbrötler irgendwie außerhalb des Dorfes?

01:00:58: Ja

01:00:58: genau und da wollten wir dann wieder vorm Weg.

01:01:02: Das kommt natürlich so ein bissel durch die Historie weil früher war dann halt die Hofanlage war unten im Dorff Und das war dann quasi die Küche, der Treffpunkt.

01:01:11: Weil die auch das einzige Telefon des ganzen Dorfs damals hatten.

01:01:15: Da sind die Leute im Hingel gegangen und das war da so der Trefferpunkt.

01:01:18: Und da wollten wir eigentlich wieder hin.

01:01:19: Ist es bei euch in Eichen immer noch so dass ihr das Einzige-Telefon im Dorf habt?

01:01:26: Wir hängen mit unseren Höfen!

01:01:27: Das ist tatsächlich kein Witz an einer papierummandelten Kupfer-Leitung aus dem Jahr nineteen fünfzig.

01:01:34: Das klingt super...das klingt Telekom Style.

01:01:38: Ja,

01:01:39: reicht immerhin für sechzehn.

01:01:40: MBIT-DSL ja aber mehr geht dann auch nicht.

01:01:44: und wir haben vor fünf Jahren mal irgendwie ein Vertrag unterschrieben für Glasfaseranschluss.

01:01:50: ich hoffe das entsprechende Unternehmen das den Auftrag bekommt hält durch

01:01:55: bis dahin.

01:01:57: Auch so dass?

01:01:58: Nein.

01:02:01: Geilen Voraussetzungen.

01:02:02: Infrastruktur im ländlichen Raum schwieriges Thema also Ja genau und ja wir wollten dann halt im Grunde wieder so eine Plattform sein, ne?

01:02:10: Im Grunde wo man sich auch kennenlernen sich austauschen kann.

01:02:14: Wir haben versucht quasi nicht nur über den reinen Lebensmittelverkauf zu gehen sondern halt auch Infofahranstaltungen zu machen.

01:02:21: Das finden Konzerte bauen uns oben auf dem Hof statt.

01:02:26: Meine Frau hat dann angefangen, das Boot selber zu backen.

01:02:28: Also er hat sich eine eigene Backstube eingerichtet.

01:02:31: Momentan sind wir dabei.

01:02:32: Wir haben Obsthofen und Holzbrotbackofen aufgebaut.

01:02:35: Da wird jetzt gerade die ganze Außenanlage gestaltet Wo dann auch Kurse stattfinden sollen.

01:02:39: Das heißt man Erweitert das sukzessive aber dann halt immer vor dem Hintergrund Dass diese Hofstelle irgendwie zum Treffpunkt werden kann Und wo man sich austauschen

01:02:49: kann.

01:02:50: Ihr kommt von dir braut ja sehr geiles Bier auch.

01:02:54: Verkauft ihr es?

01:02:55: Nein, der ist nicht Bio-Zertifizier.

01:02:57: Ah schade!

01:02:58: Das ist wirklich gut.

01:02:59: Ja.

01:03:01: Kann sein ich trinke ein Bier.

01:03:04: Würde Whiskey brennen da wäre ich dabei.

01:03:06: aber bei Bier kann er machen weil sie

01:03:09: nicht.

01:03:09: Sagst du mir jetzt Bescheid dann können wir das in achtzehn Jahren probieren.

01:03:14: Ja, genau.

01:03:15: Letztendlich ist es ein relativ großer Bio-Laden geworden.

01:03:18: also wir haben Vollsortiment also Christen nicht nur unser Fleisch und unser Brot sondern Obst Gemüse Nudeln Eier Also eigentlich alles was du so einen normalen Supermarkt hast.

01:03:27: Ihr hattet auch mal so'n Veranstaltungsraum irgendwie den man mieten konnte oder gibt's das noch?

01:03:35: Das war natürlich dann quasi so bisschen meiner Marketing Vergangenheit geschuldet wo ich dann Wir kennen das alle.

01:03:42: Irgendwelche Workshops machen in so abgeranzten Sporthotels, macht halt nicht richtig Spaß.

01:03:46: Also sehr inspirierend ist es nicht wenn er da eingeschlossen wird und muss mit den Leuten da irgendwie versuchen kreativ und irgendwelche Impulse zu generieren.

01:03:56: Und bei uns oben auf dem Hof lässt sich ganz gut aushalten man hat einen guten Ausblick, man ist mitten in der Natur.

01:04:02: Dann haben wir das damals so geplant dass ein Teil dieses Hoflands den konnte man quasi abtrennen Und den quasi als Workspace, sondern sich das bei uns nutzen.

01:04:10: Da war dann auch eine entsprechende Technik überall installiert.

01:04:13: Das hat auch wirklich gut angefangen.

01:04:14: also wir haben dann zwei achtzehn haben wir das ja alles eröffnet und ab zwei neunzehnten haben sie sich dann auch unternehmen bei uns eingebucht usw.. Wir haben das aber von einem Arbeitsaufwand im Backoffice sehr unterschätzt, weil das ist aufwendig.

01:04:30: Wenn du überlegst, da kommt so ein Unternehmen angereist mit zwanzig-fünfenzwanzig Leuten, die wollen verkostet werden und vielleicht Mittagessen haben oder noch einen Kaffee haben.

01:04:41: Und dann musst du ja selber auch immer vor Ort sein, weil sie ja auch immer an der Technik scheitern.

01:04:46: Sie kriegen kein Laptop, lässt sich nicht anschließen an dem Monitor.

01:04:49: Die Klimaanlage ist zu kalt und zu warm.

01:04:52: Das heißt, du warst immer da muss es aber nichts machen.

01:04:56: Und das ist natürlich sehr unbefriedigend und nimmt den natürlich diese seltene oder dieses rare gute Arbeitszeit in Anspruch, wo du natürlich irgendwann mal unzufrieden wirst und sagst was könnte ich in dieser Zeit alles machen?

01:05:09: Dann haben wir uns dann damals zu zwei neunzehn schon überlegt, dass können wir auf Dauer nicht halten und haben dann ja das nicht mehr weiter beworben.

01:05:17: Mit

01:05:17: deinen Zwingerclub dann eingerichtet?

01:05:19: Genau!

01:05:24: Und es sind ja aber dann im Grunde durch Corona, war das ja dann klar.

01:05:28: Das wird ja nicht mehr laufen.

01:05:30: und dann haben wir das quasi als Laden der Erweiterung genutzt und haben den Laden quasi verdoppelt von der Fläche.

01:05:38: Wir haben danach auch immer wieder gesprochen und da schon die absolut richtige Entscheidung.

01:05:44: Ja auf jeden Fall!

01:05:45: Gut, ich sag mal im Bio-Bereich hast du natürlich auch immer Bewegung drin.

01:05:50: Also bio an sich läuft die Zuwachsraten sind teilweise zweistellig.

01:05:55: man muss halt jetzt immer so gucken wo laufen die Produkte hin?

01:05:58: also die hohe zuwachs raten haben das sind momentan die Discounter und die Drogerie merkte weil das ja im Moment ein interessanter Trend ist dass viele Leute ihre Lebensmittel mittlerweile irgendwie im Rossmann oder MDM kaufen.

01:06:12: warum auch immer?

01:06:15: Ja, vor allem ja gut weil du natürlich dann da sagen wir die haben sehr früh erkannt dass das bioprodukte ganz gut zu ihrem image passen.

01:06:23: Die dm versucht ja so im hintergrund diese wohlfühler oase darzustellen wo du reingehst und

01:06:28: Die holtest du ein bisschen diesen reformhaus charakter

01:06:31: reformhäuser die sind ja dann so nach und nach verschwunden.

01:06:34: aus den fußgänger zonen

01:06:35: bin ich dann anscheinend nicht die zielgruppe

01:06:38: Aber du gehst in dem dm weil du willst dir was gutes tun.

01:06:41: Du kaufst viel zu teuren Produkte Und kaufst natürlich dann auch irgendwann mal die Mandelmilch und die Reiswaffel für die Kleinen usw.

01:06:52: Das funktioniert sehr gut!

01:06:55: Der Bio-Fachhandel hat ein bisschen zu Struggle gerade, also ich sag mal hier so die Hundertfünfzig Quadratmeter irgendwo in so einer Fußgängerzone.

01:07:02: Ich weiß nicht was ihr habt hier im Atemdornen Biolan?

01:07:04: Ja...

01:07:05: Der hat natürlich ein Problem weil er natürlich mit dem Preisen nicht mithalten kann.

01:07:10: Und es gibt natürlich momentan auch im Biobereich mittlerweile immer weiter den Trend zu diesen Eigenmarken.

01:07:15: Das REWE dann nicht das Bio-Markenprodukt ins Regal stellt, also das kennt der Kunde ja nicht sondern dass er quasi unter seiner Eigenmarke verkauft.

01:07:25: Also REWE Bio ist eine Eigenmarkel und dadurch wird das natürlich auch immer mehr verbessert.

01:07:34: Das ist dann dieses generelle Problem dieser Eigenmarkenpolitik, da muss man mal gucken wohin das läuft.

01:07:38: Wir kommen eigentlich ganz gut damit klar weil wir ja noch die eigenen Produkte haben, außer mit Fleisch und Brot.

01:07:44: Und wie ihr sagen wollt mal in dem Bereich auch was was Käse angeht und Obst und Gemüse dann halt auch wirklich eine sehr gute Qualität da bieten können, die du halt im Supermarkt nicht findest?

01:07:55: Ja wollte ich gerade sagen also das muss man jetzt vielleicht auch nochmal an eurem Laden gewesen sein kann ich auch mal empfehlen.

01:08:02: Als ich noch Fleisch gegessen hab, gehörte das aber mit zu den besten Fleischprodukten die ich jemals gegessen habe.

01:08:08: Also so ein geiler enges Patty auf dem Burger selbst gegrillt.

01:08:14: Da gibt es schon nicht so viel Geileres.

01:08:17: Ja, das ist immer mal ein bisschen mein Problem wenn ich im Restaurant bin dann brauche ich kein Rindfleisch zu bestellen weil ich natürlich mit der Qualität die wir da haben dass quasi in der Eigenpfanne locker hinkriege.

01:08:27: also da muss ich auch keinen Koch für sein.

01:08:29: und Ja, also wir versuchen natürlich auch tatsächlich da bei den Rindern und bei der Rindfleischvermarktung immer eine Top-Qualität abzudiefern.

01:08:38: Ja,

01:08:38: er hat ja aber auch so cool eingerichtet.

01:08:41: Er ist nicht zu groß trotzdem hast du alles.

01:08:44: Man kriegt ja auch geflicht man noch einen Käffchen.

01:08:48: Ehm guten?

01:08:50: Also nicht so gut wie der bei uns ist hier!

01:08:56: Aber man hat das Gefühl, du hättest da jetzt nicht so durch.

01:09:00: Du kannst dir dann schon ein bisschen die Zeit nehmen und ein bisschen gepapelt.

01:09:06: Ich glaube, dass honorieren sehr viele von unseren Stammkunden.

01:09:09: Ja wie ich meine, durch die Außenlage haben wir natürlich auch die Herausforderung, wir müssen ja eine Stammgrundschaft haben weil sonst kommst du nicht einfach zufällig vorbei.

01:09:18: Das ist natürlich dann auch unsere tägliche Arbeit, die Stammkunden zu betreuen.

01:09:24: Wir kennen ja alle Mitnahmen und alle ihre privaten Geschichten.

01:09:28: Und wir fragen da natürlich nach und wissen genau welche Produkte sie brauchen und wie besorgen das alles.

01:09:35: Wenn sie krank sind, liefern wir denen das.

01:09:39: Das ist ein Einkaufserlebnis, das findest du im Supermarkt nicht!

01:09:43: Ja, wenn die Leute durch die Tür kommen, sie natürlich mit Vornamen begrüßt werden und direkt dann ihren Lieblingscafé in die Hand drückt bekommen.

01:09:50: Und die halten sich bei uns natürlich auf!

01:09:52: Also wenn Sie sich schon mal da hoch gearbeitet haben... Dann bleiben die natürlich auch gerne mal zwanzig Minuten eine halbe Stunde quasi bei uns und genießen dann ihre Auszeit.

01:10:04: Das ist mittlerweile was wir ja dann halt immer als Feedback bekommen dass das für die eigentlich eher wie so ein kleiner Urlaub ist, wenn sie zu uns hochkommen.

01:10:11: Oh Gott, jetzt kommen gleich die Kinder nach Hause.

01:10:14: Jetzt muss ich mal gucken, dass noch was auf den Herd kommt und dann hasste ich durch den Supermarkt sondern die nehmen sich das ja vor und zelebrieren das natürlich auch, damit wir uns dann auf dem Hof einkaufen

01:10:24: können.

01:10:25: Was ich eigentlich immer falsch fand wenn man länger drüber nachdenkt... Auch wenn man kürzer drüber denkt.

01:10:33: Viele haben, als du dann gesagt hast, ich höre jetzt halt mit den ganzen Filmen und meinem ganzen Marketingbums auf.

01:10:40: Und ich konzentriere mich jetzt mit meiner Frau zusammen auf diesen Hof und auf dem Hofladen und so.

01:10:46: Weil da kannst du ja nicht mehr nebenbei machen.

01:10:48: Also das ist so aufwendig!

01:10:49: Ja, das habe ich genau vier Wochen versucht dabei zu machen.

01:10:52: Da ist mir natürlich dann irgendwann mal der Schädel geplatzt.

01:10:56: Am Anfang war ja noch dieses, setz ich mich so schön gepflegt mit meinem Laptop.

01:11:00: Wir haben mein MacBook dann hinten in diesem Workspace und organisieren mal eben noch die internationale Messe im Berlin und so ist da überhaupt kein Thema.

01:11:07: aber Christa natürlich nicht hin.

01:11:12: Das funktioniert halt einfach nicht.

01:11:14: Ja genau.

01:11:16: Und viele sagen dann aus einem Flex heraus okay das hier was ganz anderes und es ist nicht Das hat man halt auch schon dran gemerkt, wie gut das passt.

01:11:28: Weil dadurch durch diese Berufserfahrung die du hast und durch diese ganzen Erfahrungen hier gemacht hast, ist ja eine ganz andere Garangehensweise.

01:11:35: Also du hast jetzt erst mal als ein strategisches Problem oder als ein Projekt gesehen was du halt managern musst mit der Positionierung.

01:11:42: Deine Frau hat ja auch beruflich diesen Hintergrund.

01:11:47: Da habt ihr natürlich im Vergleich zu vielen anderen Biobauern vielen anderen Leuten, die so was Ähnliches vorhaben natürlich einen Riesenvorteil gehabt.

01:11:55: Das merkt man natürlich auch in der Kommunikation an diesem ganzen Markenauftritt den ihr habt.

01:12:00: Du hast eine professionelle Agentur gehabt, die dir das gemacht hat.

01:12:04: also Man merkt schon dass ihr auf Dinge geachtet habt auf die jetzt der ich sage es mal Otto normal Bio Unternehmer eigentlich nicht geachtet hätte.

01:12:16: Ja du hast natürlich im landwirtschaftlichen Bereich hast du natürlich Du hast ja so ein Bruch, weil die klassische Landwirtschaft, die erzeugt einen Produkt.

01:12:23: Und die Vermarktung übernimmt jemand anderes.

01:12:25: Das heißt du lieferst abte.

01:12:26: Du sagst dann halt hier der Molkerei oder dem Schlachthof Oder meinetwegen der Winzergenossenschaft.

01:12:32: Hier hast du meinen Produkt.

01:12:33: mach was raus und wär ganz cool wenn ich ein bisschen Geld von euch bekomme.

01:12:36: Also viel Geld von eich bekommen.

01:12:39: Das heisst dieser Bruch zwischen nicht Erzeuge war es und der Vermarktung ist in der Landwirtschaft häufig getrennt Und wenn du direkt Vermarktung machst, rückt das natürlich sehr dich zusammen.

01:12:49: Das heißt erzeugt das Produkt und du musst es natürlich verkaufen können.

01:12:53: Und das ist der Vorteil, wenn du ein bisschen was von Marketing mitbekommen hast... Weil da ist dieser Zugang nicht mehr ganz so schwer.

01:13:00: Du kennst die Tools, du weißt wie die Leute herreißen, du weiß auf was sie anspringen usw.. Das ist natürlich ein Vorteil dass wenn du dann einfach nur eine Garage ausräumst und zwei Kühlschränke reinstellst und sagst das sind mein Fleisch!

01:13:13: Ja, jetzt kannst du hier deinen Viertel abholen.

01:13:16: Ja

01:13:17: gut so haben wir auch angefangen.

01:13:19: Du konntest bei uns... Fleisch

01:13:20: war damals auch schon geil!

01:13:22: Konntes bei uns achtel Rind kaufen.

01:13:23: aber das war natürlich nicht nur eine Übergabe sondern die haben am Anfang als wir den Laden nicht hatten alle bei uns schön in der Küche am Küchentisch gesessen und mussten mit unseren ganzen Nachmittag die Köhr trinken.

01:13:34: Das war super, da hat sich auch viele Leute kennengelernt.

01:13:39: Aber klar, du hast natürlich dann schon eher einen Blick auf das Einkaufserlebnis.

01:13:46: Das klassische Marketing von so einem Hofladen ist ja zum Schild an der Straße selbst gepinselt, was natürlich auch so ein Scham hat.

01:13:53: aber... Du sagtest dass eben, dass ihr ja auch viel Wert auf Service legt und dass es ja auch immer wieder so ein Ding, was man im Marketing wieder findet.

01:14:06: Ohne Service Leistung läuft es eigentlich nie so gut.

01:14:09: Und ich sehe, dass bei uns gibt's einen Bioladen der jetzt demnächst schließen wird weil... Der einfach die Relevanz verloren hat.

01:14:19: Gerade die großen Supermärkte bieten alle die günstiger die Bio Produkte an und wenn du dich dann nicht neu erfindest, dann musst du halt die Tür abschließen.

01:14:30: Das ist das, ne?

01:14:31: Wenn du dann halt irgendwie so mal den marketing gedanken mit reinbringst und dann auch ein service denkst dann.

01:14:38: Kann sowas deutlich besser funktionieren.

01:14:40: ich glaube dass doch was viele so in diesem ganzen bio markt business oder auch viele landwirte sie haben diesen absoluten produktfokus also wissen als landwirt weil du Bock drauf hast zum beispiel ... in der Natur irgendwas zu machen oder du ist ja völlig egal, aber du hast jetzt irgendwie eine Leidenschaft dafür das zu machen.

01:15:01: Ob es jetzt irgendwelche Sachen erntest... ...oder Viecherzüchte ist ja wirklich egal, weil das ist so dein Fokus.

01:15:08: Der Fokus liegt dann absichtlich nicht darauf dass du dann irgendwie mit deinem MacBook in deinem Büro sitzt und Social Media Marketing machst.

01:15:18: Das ist genau der Problem und das das Problem.

01:15:20: deswegen dann solche Läden schließen und das macht ihr!

01:15:25: Genau, das hat ja was mit Sichtwirkheit zu tun einfach.

01:15:27: Wenn die Leute auf den unterschiedlichsten Kanälen irgendwann mal auf dich aufmerksam werden dann bist du irgendwie relevant und du bist da.

01:15:35: Und irgendwann sind sie so neugierig dass sie dann mal vorbeikommen und dann haste sie meistens.

01:15:41: Dann muss ich sagen okay das ist wirklich schön hier!

01:15:44: Also hier komme ich mal öfters und klar, die Qualität der Produkte muss natürlich stimmen.

01:15:49: Absolut!

01:15:50: Die Kauf kommen jetzt nicht so unzwar wie ein total geiles Instagram-Profil haben... Auch?

01:15:57: Ja, wobei ich da sagen muss also ich kann das nicht mehr.

01:16:01: Also ich habe da echt keine Lust mehr drauf.

01:16:02: Social Media Ergebnis ist sowas auf dem Sack.

01:16:05: Du hast doch genug Kinder gemacht?

01:16:07: Genau!

01:16:08: Die Mord- ... Da sind wir schon immer dran.

01:16:10: sie sollen das dann irgendwann mal machen.

01:16:12: aber da muss man natürlich auch mal gucken welche Zielgruppe möchte ich da haben.

01:16:22: Klar, die machen das alles ein bisschen fresher und so weiter.

01:16:24: Aber wirkt natürlich dann für einen Laden wie ihn darstellen.

01:16:27: Das passt halt immer momentan noch nicht.

01:16:29: Aber Gott, das wird sich umwickeln!

01:16:30: Wenn dir kein Fleisch mehr und trinken Hafermilch?

01:16:34: Ja

01:16:35: kann sein.

01:16:36: Also ich sage mal diese Diskussion über Fleischkonsum haben wir ja auch alle nase lang weil wir mit Schulen kooperieren und dann kommt dann mal so ein Bio-Leistungskurs vorbei und dann ist natürlich grundsätzlich immer die Diskussion was etwas Ethik angeht Und wobei wir dann halt auch immer sagen, ich gehe ja da voll mit.

01:16:57: Also Massentierhaltung oder Tierwohl ist ja Konsens, deswegen machen wir es so wie wir's machen.

01:17:04: Die Frage an dich als Konsument ist natürlich mache ich einen kompletten Cut und konsumiere überhaupt kein Fleisch mehr oder aber unterstütze ich die dies anders machen?

01:17:17: Das ist ja die grundsätzliche Frage, ab von irgendwelchen gesundheitlichen Geschichten, aber wenn es dann quasi nur um die ethische Ebene geht bei der Tierhaltung ja da bin ich ja voll dabei.

01:17:30: Deswegen machen wir das sehr so.

01:17:32: Ja deswegen sind wir hier bio-getrieb, deswegen gibt's bei uns eine beide Pflicht.

01:17:35: Die Tiere müssen raus was gerade jetzt mit Hitze und Dürren eine sehr große Herausforderung ist.

01:17:42: Aber deswegen haben sie auch bewusst dafür entschieden halten biogetrieb zu sein

01:17:46: Wenn ihr kein Wasser mehr habt, dann könntest du aber im Schadeweg einfach Kiste Bier kaufen.

01:17:49: Da ist doch eher Wasser drin oder nicht?

01:17:52: Der hat ja auch keinen Wasser mehr!

01:17:53: Wasser ist für alle da!

01:17:56: Was?!

01:17:56: Also lange der Boschner Wasser hat... Ist das für uns erstmal... Ist es nicht Bergquelle-Wasser?

01:18:03: Oder was sagen Sie immer?

01:18:05: Felsquelle-Wasser!

01:18:07: In den Felsen und die Queller haben wir noch nicht gesehen.

01:18:16: Aber das Wasser haben wir schon mal gesehen.

01:18:23: Es ist ja immer noch so ein Mythos, auch in den Restaurants wird immer noch dieses argentinische Engelsfleisch angepriesen.

01:18:31: Das ist ja auch

01:18:32: eine

01:18:33: furchtbare Katastrophe wenn man sich mal damit beschäftigt dass das eigentlich das Schlimmste ist was man sich auf einen Teller legen kann.

01:18:41: zumindest.

01:18:42: Also ich hab mal irgendwie gehört, es gibt nur ein oder zwei wirklich gute Unternehmen in Argentinien die wirklich wo man das Fleisch noch kaufen kann.

01:18:52: Alles andere ist einfach nur Qualzucht.

01:18:56: Ja gut weil diese natürlich in Massen machen.

01:18:58: ja also Südamerika hat dann den Vorteil dass sie aufgrund des Klimas und der Witterung keine Stelle bauen müssen.

01:19:06: Das heißt die bauen quasi riesige Feedlots irgendwo in die Pampa Ja und müssen natürlich gucken, dass sie die Tiere in so kurzer Zeit wie möglich Schlachtreif bekommen.

01:19:18: Und das kriegst du quasi nur mit Getreide hin oder mit Soja.

01:19:21: Das heißt die Berinder sind ja eigentlich Grasfresser.

01:19:27: Dementsprechend ist der Magen ja auch ausgelegt.

01:19:29: Da ist ein ganze Verdauungssystem ausgelegt, damit Sie wiederkauen können usw.

01:19:35: Nur das Geschäftsmodell ist ja quasi so viele Tiere wie möglich in einer kurzen Zeit Schlachttreif zu bekommen Und das kriegt es natürlich mit Gras nicht hin und deswegen muss da Getreide rein.

01:19:44: Dann kriegen die halt Soja, Mais irgendwie alles vorgelegt, dass sie mit einem Jahr geschlachtet werden können... ...und dann ist die Frage wie kommt's nach Europa?

01:19:59: Entweder kommen die Tiere Leben hier rüber und werden in Europa geschlachtet was natürlich eine völlige Vollkatastrophe ist Oder sie werden da unten geschlachtet und das Fleisch wird dann quasi einfach in Tüten vakuumiert und reift dann auf der Fahrt hier rüber.

01:20:13: Letztendlich hat das aber alles gar nichts mit Qualität zu tun, weil ein qualitativ gutes Fleisch muss ja eine entsprechende Maserung haben.

01:20:20: Das heißt du musst einen gewissen Anteil an einem intramuskulären Fett haben damit es schmeckt, damit's zart ist und dass Christo nicht hin mit dem Tier was ein Jahr alt geworden ist.

01:20:30: Es muss halt einfach wachsen oder am besten langsam wachsen, damit es auch die Möglichkeit hat durch entsprechenden Weidegang und so weiter überhaupt Muskulatur aufzubauen.

01:20:39: Wenn's natürlich nur im Stall steht, auf Spalten... Wo soll die Muskulatur herkommen?

01:20:43: Das kennt ihr ja!

01:20:45: In den ganzen Tagen im Büro sitze werde ich keine Muskulature bekommen.

01:20:48: das ist halt einfach so.

01:20:49: Ja

01:20:50: mich wird gar nicht schlachten.

01:20:56: Ja, genauso wird ja auch dann hierzulande immer das gute Jungbullenfleisch angepriesen.

01:21:03: Das ist ja auch so ein Thema!

01:21:05: Ja genau.

01:21:06: Das war im Grunde auch eine Marketing Gag gewesen der Metzger.

01:21:12: weil letztendlich waren es natürlich die landwirtschaftlichen Betriebe vor allem die Milchviehbetriebe die ja mit Bullen nichts anfangen können weil sie brauchen ja quasi nur die weiblichen nachkommen weil daraus werden ja dann Kühe, die geben Milchen und das ist ja dann quasi das Produkt was ihr erzeugt.

01:21:23: Das heißt, wenn die coolen Bullen kalt bekommt ist es erst mal... ja, mach ich ihn damit.

01:21:29: Und dann geht das quasi vom Hof zu einem Mester, der das dann weiter hochzieht und er hat ja quasi genau die gleiche Anforderung wie die Argentinier.

01:21:38: Er muss das Tier relativ schnell auf Schlachtreife kriegen weil er kriegt immer wieder bei männlichen Bullen.

01:21:45: Ja.

01:21:46: Das heißt seine Aufgabe ist so schnell wie möglich das Tier auf Schlachtreife zu kriegen.

01:21:50: Dann haben sie sich natürlich irgendwas überlegt.

01:21:51: Wie verkaufe ich denn dieses?

01:21:53: qualitativ, minderwertige Fleisch.

01:21:56: Und dann kam halt irgendwann mal dieses Jungbullenfleisch was ja suggeriert Kraft-Energie und der steht schnaufen vor dir.

01:22:04: macht er nicht also einen einjährigen Bullen?

01:22:09: das ist kein Bulle und es hat natürlich eine schlechte Qualität weil es hat die Maserung nicht du kriegst es nicht zart und Es hat auch keinen guten Eingeschmack.

01:22:19: Also Du musst das dann tatsächlich auch in einer Sahnersau sehr ertränken damit das dann irgendwann noch mal essen kannst.

01:22:24: Na, aber er ist das gar nicht.

01:22:26: Oder du bist es gar nicht?

01:22:26: Am besten nicht!

01:22:27: Genau also dann würde ich dann auch... Obwohl wir ja an der Quelle sitzen essen wir jetzt quasi privat in der Familie auch relativ wenig Fleisch und dann würde sich dann auch jedem raten vielleicht nur einmal in der Woche oder alle zwei Wochen Fleisch und Dann hole ich mehr.

01:22:42: dass Aber dann wirklich vernünftig.

01:22:44: Ja dieser Punkt ist ja alles was.

01:22:50: Also das Fleisch, was wir jetzt halt vertilgen.

01:22:54: Das ist in seiner ja zum Großteil in seiner Gesamtheit qualitativ einfach so scheiße.

01:23:02: Also hier z.B.

01:23:03: dieser ganze Tönnieskram.

01:23:05: Das sind seine Qualität ja so scheisse dass du dir Gedanken machen musst wenn du jetzt sagst komm wir verzichten vielleicht jetzt mal auf ein Teil unseres Fleischkonsums.

01:23:16: Dieses Wort Verzicht ist eigentlich falsch.

01:23:19: Also du tust dir damit ja nichts Schlechtes.

01:23:22: Wenn du doch Fleisch essen willst, dann mach daraus doch einen Genuss.

01:23:26: Dann nimm mir die Zeit!

01:23:29: Das kann man auch mal machen wenn man jetzt nicht irgendwie zu den oberen zwei Prozent gehört in dem man einfach auf den Kackdreck verzichtet und er den weglässt und dann sagt okay wenn wir Fleisch essen, dann ist man halt gutes Fleisch.

01:23:44: Und gutes Fleisch hat seinen Preis Aber je nachdem wo du es herkaufst.

01:23:50: und wenn halt auch noch weiß, wie du jetzt zum Beispiel das eine oder andere Fleisch was man vielleicht unpopulärer ist.

01:23:56: Gibt ja zum Beispiel dann auch Teile vom Rind die sind sehr lecker aber vielleicht ein bisschen unpopularer geworden in den letzten zwanzig trass Jahren weil die Leute wegsterben die wissen wie man's zuhause kocht.

01:24:07: Dann hat man glaube ich viel mehr Spaß beim Essen und dir gehts besser!

01:24:12: Ja das ist ja generell das Problem.

01:24:16: Weiß ich gar nicht, ob das auch so ein deutsches Problem ist.

01:24:19: Aber wir gucken ja dann schon mal immer so ein bisschen neidisch auf die Spanier und die Franzosen und Italiener, die ja dann dieses Essen und vor allem auch dieses Essenszubereitung zelebrieren.

01:24:29: Also es ist für diesen soziale Aspekt.

01:24:31: Man kommt zusammen mit Freunden, mit Familie.

01:24:33: Man kocht gemeinsam, man isst gemeinsam... Das hat natürlich ein bisschen eine andere Dimension als das, was wir hier in Deutschland haben.

01:24:42: Wo es dann hauptsächlich darum geht relativ schnell für wenig Geld Energie zu bekommen, damit ich danach wieder richtig arbeiten gehe.

01:24:52: Man weiß nicht da musst du halt von weg!

01:24:54: Dann macht das ja auch Spaß.

01:24:56: wenn man eine vernünftige Lebensmittel kauft, dann macht das auch Spaß das zuzubereiten um mit der Familie irgendwo am Herd zu stehen und so weiter... Und die Zeit ist ja auch da das zu machen.

01:25:08: Bevor ich dann irgendwie, was ich vier Stunden Bildschirmzeit auf meinem Handy vertrödel für nix und wieder nix, was hat mir das gebracht am Ende des Tages?

01:25:16: Dann würde ich sagen, dann machst du mal ein bisschen weniger, dattelt's mal weniger Reels durch um kostmann vernünftig.

01:25:22: Tut auch deiner Gesundheit gut!

01:25:24: Und spart unserem Gesundheitssystem jedes Jahr Milliarden von Euro.

01:25:34: Was ich halt auf jeden Fall gelernt habe Also diese Reaktion von mir, als du dann gesagt hast, ich höre jetzt ja auf.

01:25:42: Ich konzentriere mich hier auf den Hofladen und dachte, da fehlt die mir sicherlich aber auch ein Teil seines Jobs, denen er halt so gerne gemacht hat.

01:25:52: Das habe ich mir so gut gedacht.

01:25:54: Wurde natürlich sehr schnell eines Besseren belehrt weil ich einfach gesehen hab dass gerade am Anfang sehr viel von deinem Job einfach... Du einfach weitergeführt hast.

01:26:05: Diese ganze Positionierung die ganz herangehensweise das fand ich schon alles sehr, sehr durchdacht und ich glaube dass hat auch sehr viel mit diesem Erfolg zu tun gerade zu Beginn.

01:26:16: Dass es alles halt sehr gut ausgesehen hat Es war alles irgendwie aus einem Guss gemerkt.

01:26:21: da steckt schon ein Konzept hinter Da haben sich Leute Gedanken drüber gemacht.

01:26:25: Das war jetzt nicht so dieser typische.

01:26:27: ach guck mal hier.

01:26:30: die Andrea und der Tosni haben da hier so eine Hofladen also sowas nicht

01:26:35: Nee, so was nicht.

01:26:36: Aber manchmal würde ich mir schon mal... Man kann Sachen auch totdenken.

01:26:41: Also manchmal würde mich mir für mich persönlich schon mal ein bisschen mehr Spontanität wünschen und sagen, weißt du was?

01:26:46: Jetzt allen Mut zusammen!

01:26:47: Und ich spring da jetzt mal rein und dann gucken wir mal wobei vom Typ her nicht so der wenige bin, der so improvisiert.

01:26:54: also ich denke das gerne vorher alles durch und gut.

01:27:00: das ist natürlich auch meiner Mein beruflichem Werdegang der letzten dreißig Jahre irgendwo geschuldet.

01:27:06: Wo hat man ja ganz am Anfang, wo ich dann halt wirklich aus dem Projektmanagement komme und quasi alle Eventualitäten irgendwie versuche schon im Kopf zurechtzulegen?

01:27:14: Vielleicht oder die ein oder andere Negativ-Erfahrung.

01:27:19: Ja auch das.

01:27:20: Oder dann auf einmal wie soll ich es sagen... Ohne irgendwelche Ideen da stehst und ja, dann nicht mehr weiß wie es weitergehen soll.

01:27:31: Das ist natürlich irgendwie schon eine Situation die du versuchst zu vermeiden.

01:27:35: aber letztendlich Kann man so dieses überdenken Ist natürlich auch ein bisschen anstrengend schon mal.

01:27:42: also da könnte man dann auch schon Mal ein bisschen lockerer werden und sagen ich weiß Ja dass ich da irgendwie durchkomme und ich werde bestimmt ne lösung finden.

01:27:49: Dann lass doch mal kommen das probleme noch mal gucken

01:27:54: was habt ihr?

01:27:56: Ihr habt jetzt auch ein paar Jahre bis zur Rente, was ist das noch vor?

01:28:00: Also die nächsten zwei Jahre.

01:28:05: Ja gut wir merken natürlich jetzt dass sich die Aufgaben der Landwirtschaft natürlich geändert haben über die letzten Jahrzehnte.

01:28:12: letztendlich waren wir am Anfang dafür da Lebensmittel zu erzeugen.

01:28:17: Jetzt kommen immer mehr Klimaschutz, Wasserschutz, Artenschutz dazu, weil wir natürlich die Fläche haben.

01:28:25: Das heißt du hast mit den Flächen, die wir in der Bewirtschaftung haben einen sehr großen Impact irgendwas zu ändern und das werden die Aufgaben sein, mit denen wir uns dann auch die nächsten Jahre beschäftigen müssen alleine schon damit du weiter deinen Job machen kannst wenn du überlegst okay wie Stelle ich die nächsten Jahre sicher, dass ich genügend Futter habe für meine Rinder?

01:28:48: Wie stelle ich sicher, das ich genugend Wasser habe.

01:28:50: Wie stlle ich sicher... ähm.. Dass ich genügen Weidefläche zur Verfügung habe wo ich nicht dann irgendwann mit Juli anfangen muss irgendwie mein Heut zu verfüttern was ich ja eigentlich für den Winter gemacht habe.

01:28:59: Äh da musst du dir Gedanken über die Bewirtschaftung machen und ähm Da sind wir halt dran, du wirst deine Weidekonzepte ändern müssen.

01:29:09: Dein Herdmanagement ändern müssen.

01:29:11: Du wirst versuchen müssen Strukturelemente auf deine Flächen zu kriegen also sprich Bäume Büsche zu pflanzen Die für Schatten sorgen die das Wasser in der Fläche halten.

01:29:20: aber wir werden ja in Zukunft das Problem haben Dass wir Dürren oder sehr lange Hitzeperioden haben und dann kommt das Wasser auf einen Schlag.

01:29:30: Das ist immer so dieser klassische Landregen, den man ja noch früher kannte.

01:29:34: Wo das dann mal irgendwie zwei, drei Wochen vor sich hinregnet und der Boden die Möglichkeit hat, das Wasser aufzunehmen.

01:29:41: Das wird es nicht mehr geben.

01:29:42: Wenn Wasser kommt sind das hundert Liter auf dem Quadratmeter.

01:29:48: Da musst du dafür sorgen dass die Fläche das auch hält.

01:29:51: Und das kriegst du halt nur mit Beflanzung hin.

01:29:54: Wir werden irgendwann über kurz oder lang anfangen unsere ganzen Flächen die wir bewirtschaften mit Wald oder mit Heckenstrukturen zu teilen, damit du halt irgendwie eine Möglichkeit hast das Wasser in der Fläche zu erhalten.

01:30:10: Weil das ist ja die Haufdaufe!

01:30:11: Du musst Verdunstung vermeiden.

01:30:14: Also das wenige Wasser was du bekommst musst du dann halt wirklich ausnutzen und das kriegst du halt nur mit indem du halt gegen die Verdunzungen arbeitest.

01:30:23: Hast du irgendwie ne... wenn du jetzt mal dran denkst Leute so aus unserer Branche, die relativ jung sind.

01:30:36: Hast du irgendwie einen Tipp für die?

01:30:39: Die sagen ich möchte irgendwas im Bereich Gestaltung oder Marketing machen.

01:30:42: Ja.

01:30:44: Mach's nicht.

01:30:47: Lass es!

01:30:49: Ich kenns natürlich dann auch ein bisschen über die eigenen Kinder und deren Freunde, die dann sagen ja ich mach gerne Kunst und ich zeichne gerne und ich hatte über die ich in der Werbargantur zu gehen und sage boah nee, mach das nicht.

01:31:01: Die Werbeagenturen werden auch immer technischer und ist einmal so dieses gute Handwerk, dass man jemand gut zeichnen kann oder gut malen kann.

01:31:11: Das wird halt nicht mehr gebraucht.

01:31:13: Für dies ist natürlich immer schwierig da irgendwie einen Zugang zu finden vorbei ich durchaus auch immer diesen Ansatz sehe

01:31:21: auch

01:31:23: in entsprechenden Teams oder irgendwelchen Projektteams, da so einen kreativen Input zu geben.

01:31:30: Das kennen wir ja auch aus unserer Arbeit.

01:31:32: wenn wir Workshops machen und du bist im Raum mit sechs Ingenieuren was soll daraus kommen?

01:31:37: Da ist es vielleicht dann doch besser mal den Philosophen mit reinzuholen oder mal dem Künstler der halt mal irgendwie anders auf eine Problemstellung guckt.

01:31:45: Und da habe ich persönlich mal zwei sehr beeindruckende Erfahrung gemacht.

01:31:53: Ich hab ja einmal mal noch eine Fortbildung gemacht als Designfinker, wo wir dann damals in diesem wilden Haufen, in dem wir da zusammensaßen, die kam mir aus unterschiedlichen Bereichen, die halt diese Fortbildung macht haben und ... Wir hatten damals als Aufgabe tatsächlich gekriegt von einem, ähm ... Ja, das war so ein Energie-Dienstleister der wollte irgendwie im Bereich Smart Home irgendwas entwickeln.

01:32:18: Da ist jetzt schon auch schon ne Ecke her Und da war das natürlich sehr erleuchtend mit diesen Leuten, die aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen.

01:32:24: Ich war ja dann der Marketing-Fuzie.

01:32:26: Dann hattest du da den Ingenieur, dann hattet so die Kunstlehrerin, die gesagt hat ich wollte mal gucken wie Design Thinking funktioniert und so weiter... Was du da in kürzester Zeit für Ideen entwickelt hast, das war natürlich der völlige Wahnsinn!

01:32:41: Da sollte sich glaube ich auch die Unternehmen ein bisschen öffnen und da dann vielleicht auch mal Leute reinholen Produktentwicklung oder in solche Ideenentwicklungen, die halt nicht aus dem Fachgebiet kommen.

01:32:54: Das wäre natürlich für alle wesentlich besser!

01:32:56: Oder wer hat man ein Projekt mit der Alanus Hochschule?

01:33:00: Anthroposophische Hochschulen, die dann halt auch Architektur und Tanz und Kunst und alles miteinander irgendwie verbinden und mit denen quasi im Projekt zu machen?

01:33:10: das ist natürlich wirklich eine Erleuchtung.

01:33:13: also wenn man quasi nur aus diesen Fachidiotenbereich kommt, wenn man sagt ich sperre mal zehn Maschinenbauingenieure in Raum und wir machen uns jetzt Gedanken über eine neue Produktentwicklung ist das natürlich sehr schwerfällig.

01:33:27: Aber wenn dann andere Leute aus anderen Bereichen da reinkommen, dann fluppt das natürlich wirklich?

01:33:32: Ja das Problem ist ja diese Uniformität der Denkweise.

01:33:35: und auf der anderen Seite Wenn du zu viel Wissen über einen Bereich hast, das ist halt so die Gefahr, die ich dann auch bei uns immer sehe.

01:33:45: Wenn du züviel Weiß über den Bereich oder zu viele Erfahrungen mit bestimmten Kunden und Branchen hast, dann bist du meistens eher der Bedenkenträger, weil du tausend Fünfhundert Gründe auf einmal parat hast, warum es nicht funktionieren kann.

01:33:58: Genau!

01:33:59: Das ist das nicht immer gut.

01:34:01: Dann bist ja wieder bei dem Punkt ja gut, aber das hat die letzten Jahre ganz gut funktioniert?

01:34:04: Und wie stehen wir da wenn die letzten jahre nicht so erfolgreich gewesen wären?

01:34:08: Warum sollen wir das denn jetzt ändern?

01:34:10: Ja, die

01:34:34: Bedenken oder deine Erfahrung kannst du ja später in eine Umsetzung mit einbringen.

01:34:37: Aber nicht in der Idee, ich finde... Genau!

01:34:38: Kannst

01:34:38: du in einer Umsetzung?

01:34:39: Geht dir alles kippen?

01:34:39: Das

01:34:41: war ganz nett hier unten.

01:34:44: Bringt tut das nix.

01:34:45: Ja aber das ist ja zum Beispiel bei uns und da kennst du genauso gut wie ich.

01:34:51: Wir machen diese Erfahrungen heute immer noch.

01:34:54: D.h.,

01:34:55: du weißt alles über den Kunden, du kriegst ein ganz geiles Briefing, du lieferst halt etwas was aus Briefing passt Und der Kunde hat vor dem Ergebnis Angst.

01:35:05: und dann beginnt dieser Prozess, wo die ganze Firma noch mal drüber guckt.

01:35:09: Wo jeder Bedenkenträger nochmal äußert und dann bleibt am Ende nichts übrig.

01:35:14: Dann haben sie das alte Konzept zum neuen Konzept gemacht.

01:35:17: Das ist nicht mehr grün sondern blau.

01:35:22: Da fehlt denen auf den letzten Metern.

01:35:25: halt doch der Mut.

01:35:26: Genau!

01:35:28: Konzeptions- und Strategiefasen, wenn du da mit den allen zusammengesessen hast.

01:35:32: Und hast das dann irgendwie erarbeitet?

01:35:34: Dann hast du dich natürlich selber geschützt dagegen als Dienstleister und hast es quasi in einem Manifest festgehalten wo dann alle unterschrieben haben damit du hinterher auf Grundlager dieses Manifests hinterher in die Umsetzung gehen kannst.

01:35:46: aber trotzdem wird's gekickt.

01:35:50: oder wie du sagst alle guck noch mal drüber und das war ja jetzt ganz nett Da so, in dem Museum da zu sitzen und da den Workshop zumachen usw.

01:35:59: Und natürlich haben wir das alles unterschrieben.

01:36:01: aber jetzt wenn ich dann so sehe und dann in der Realität und wie soll man das dann umsetzen?

01:36:05: Dann wird es doch gekippt.

01:36:07: Mein persönliches Highlight eines Geschäftsführers war mal nachdem ich darauf hingewiesen habe ja aber wir haben das doch alles erarbeitet Wir haben das auch unterschreiben und alle haben genickt und er hat dann gesagt Ja Herr Junge Das hab ich zwar gesagt Aber nicht so gemeint Fand ich grandios.

01:36:23: Da bist du dann auch nach all den Jahren relativ sprachlos mit so einer Aussage?

01:36:29: Ja, ähm... Du hast ja jetzt gerade gesagt geht also mal sehr verkürzt.

01:36:35: Leute die das hört hier geht nicht im Agentur da würde ich erstmal widersprechen.

01:36:43: aus eigenem Interesse will ich erst einmal widersprechen Aber was du brauchst weiß nicht wie du das liest Sebastian Das machen bei uns Aber in unserem Bereich, so was wir tun machen das fast... Also brauchst du ein paar gute Portionen Idealismus.

01:37:01: Sonst machst du das nicht mehr.

01:37:04: Da reicht auch nicht alleine nur der Bock auf die Arbeit sondern muss halt schon noch davon überzeugt sein dass Du auf der hellen Seite der Macht stehst.

01:37:16: also musst du es einen Anspruch haben dass du am Ende was Gutes tust.

01:37:21: Also das haben wir alle hinter uns.

01:37:24: Du machst halt sehr viel auch fürs Geld, auch fürs Budget.

01:37:31: Wir haben es in unserer Podcast-Beschreibung stehen, dieses Prostituieren für diese Designprostitution oder dieser Kreativprostitution.

01:37:42: ich glaube... Wenn man das heute machen will, vor allen Dingen mit diesen ganzen Veränderungen die jetzt auf diese ganze Branche so einprasseln.

01:37:53: Da braucht man glaube ich schon moralischen Kompass wenn er da lange Spaß dran haben willst an diesem Job.

01:37:59: Ja, vor allem ich sehe das ja jetzt auch so ein bisschen als externer Ich bin ja nicht mehr so im Geschäft drin und was da mittlerweile dann halt auch über KI abgeliefert wird ist ja natürlich hochproblematisch.

01:38:15: Also, ich denke mal an den Großteil der Agenturen die es halt nicht geschafft haben sich in irgendeiner Art und Weise zu positionieren sondern quasi nur die Dengelbude waren für irgendwelche Leute irgendwelcher Flyer-Folder Plakate.

01:38:28: Ich meine das spielt wahrscheinlich auch keine Rolle mehr.

01:38:30: aber was dann viele denken was dann die KI könnte?

01:38:36: Das wird natürlich dazu führen dass alles komplett austauschbar ist

01:38:41: absolut Und mit der neuen Kennzeichnungspflicht wird alles besser.

01:38:46: Ja, also das Problem ist halt du wirst halt diesen Gewöhnungseffekt haben.

01:38:49: jetzt momentan ist es halt so ein bisschen schmach wenn dann da steht KI generiert oder so.

01:38:55: Das dauert ein bisschen bis die Leute sich einfach dann gewöhnt haben wie so ein Pflaster was immer draufklebst und abstieß.

01:39:02: Ich glaube, was wir jetzt merken.

01:39:06: Was die Kunden wirklich wollen ist ein Hau, das sind Perspektiven und dass es jemanden der widerspricht.

01:39:14: Sie suchen Sparingspartner mit dem sie auf Augenhöhe sich über ihre Probleme unterhalten können, der von außen mal mit einem frischen Blick drauf guckt, ist viel wichtiger als in irgendwelchen Internetseiten zu dängeln.

01:39:27: Das kann im Zweifelsfall auch noch ein anderer.

01:39:30: Ich glaube, was wir so haben und das ist ja das, was auch in deiner ganzen Erzählung hier so angeklungen hat dadurch dass du permanent neue Dinge siehst.

01:39:37: Und dass du dich ja immer geist auf neue Sachen einstellen musst andere Produkte, andere Leute, andere Branchen.

01:39:44: Hast du einfach einen Riesen-Erfahrungsschatz?

01:39:47: Das macht es so geil!

01:39:49: Also das macht diesen Job dann wirklich cool.

01:39:53: Ja ich habe mal sechs Jahre auf der anderen Seite gesessen.

01:39:59: Das war, nachdem wir uns kennengelernt haben.

01:40:03: Wir haben uns ja alle irgendwie so ein bisschen in alle Winde verweht und da war ich dann im Mittelstand sechs Jahre lang und ich bin wieder zurück in die Agenturwelt gewechselt weil es mir einfach zu eintönig war.

01:40:20: also diese Vielfältigkeit mit der wir zu tun haben du hast ja ständig andere Produkte andere Kunden anderen Menschen Das ist schon unschlagbar.

01:40:32: Das hast du halt nicht, wenn du irgendwo im Industrieunternehmen sitzt und jeden Tag die gleichen Dinge machst.

01:40:39: Ja gut das war ja dann in den letzten Jahren wo ich ja bei der Agentur oder bei der Filmproduktion aufgehört habe.

01:40:46: und dann bevor wir ich tatsächlich mit dem Laden war ich quasi als eigenständiger Marketingberater da noch ein bisschen unterwegs Und letztendlich warst du der Kompass, weil du hast denn den Unternehmen Orientierung gegeben.

01:40:59: Weil die schnappen irgendwas auf und brauchen dann jemanden, der denen sagt brauche ich das oder brauche nicht.

01:41:09: Das wird wahrscheinlich in Zukunft die Hauptaufgabe sein also letztendlig so ein bisschen der Seemann, der dann halt die Unternehmen da irgendwie durch die mehr enge Schifft ja und die dann halt einfach sagen wir müssen jetzt nicht auf jeden Trend aufspringen lassen erstmal abwarten und macht doch eher mal dass um das Und da brauchst du natürlich auch eine entsprechende Erfahrung, Schatz.

01:41:27: Ja, werden wir am Ende doch alle Ketten sein!

01:41:35: Ich danke dir für deine Zeit.

01:41:38: Danke für die Einladung.

01:41:40: Sehr gerne.

01:41:40: Wir machen aber auch noch mal irgendwas mit dem Rudi zusammen.

01:41:42: Das wird ja auch nochmal sehr witzig und so eine Reunionfete.

01:41:48: Wir haben jetzt einmal alles thematisch angerissen, was irgendwie halbwegs spannend war von nicht einem sehr wilden Ritt durch ein sehr spannendes Berufsleben.

01:41:59: Dankeschön!

01:41:59: Jo!

01:42:02: Danke.

01:42:03: Kannst du mal einmal wirklich... Soll ich einmal so richtig?

01:42:06: Ja.

01:42:07: Was?

01:42:07: Einmal so richtig dich... Einmal mal Schuss oder sowas.

01:42:10: Oder Danke, oder...?

01:42:12: Ja das Problem ist ja ich tu das schon nicht mehr weil du immer die Musik schon drüber spielst also... Ich erwarte jetzt auch zum Moment wo ich die Musik jetzt einblenden kann oder ich schneide es einfach hinterher alles raus.

01:42:24: Gehen wir jetzt noch was essen?

01:42:26: Ja ihr müsst mich nur einladen!

01:42:27: Ich habe ja meinem Geldbeutel vergessen.

01:42:29: Ja das ist ja kein Problem

01:42:31: Oder ich schick euch das.

01:42:31: Über Vero hab' ich jetzt kennengelernt.

01:42:34: Bitte nicht!

01:42:35: Nee, wie ist das damals noch von der Sparkasse?

01:42:37: Was nach einem halben Jahr gescheitert ist...

01:42:38: Oh, das weiß ich.

01:42:39: Die Sparkasse war eigentlich... Ich war nur irgendwie völlig konsterniert weil meine Banking-App mir das mal angeboten hat.

01:42:46: Ich sollte jetzt doch endlich mal Vero machen und ich dann quasi an eine Mobilnummer Geld schicken kann.

01:42:51: Das fand ich irgendwie ein bisschen strange.

01:42:53: Ja, Sie wollen halt diese Paperalternative durchsetzen.

01:42:57: Ich versteh

01:42:58: das zu machen Aber ich sag mal, eine Mobilmutfunknummer wechselt ja häufiger als in der E-Mail oder was.

01:43:04: Das

01:43:04: wird halt so gut klappen wie... Wie ist das damals dieses komische Quid Alternative zu WhatsApp?

01:43:15: Die Post hat irgendwie sowas entwickelt und das...

01:43:18: Post?!

01:43:19: Hast du einige Scheiße!

01:43:22: Ne, was war's die Sparkasse, in der man es hatte?

01:43:24: Das war glaube ich ein App named quid.

01:43:26: Ja, wir sind quid.

01:43:29: Das ist jetzt alles mit Drauig Schneiders nicht raus.

01:43:33: Thorsten hat schon den Kopfhörer

01:43:41: geliegt.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.